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Wenn Worte stocken – digitale Therapien helfen

am Freitag, 16. Oktober 2015

Stottern ist die häufigste und bekannteste Sprechstörung. Die Diagnose erfolgt meist durch einen Kinderarzt, Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder Logopäden. Im vergangenen Jahr wurden nach Angabe der Techniker Krankenkasse (TK) von nordrhein-westfälischen Ärzten fast 400.000 Verordnungen für Sprachtherapie ausgestellt – 65 Prozent davon für Kinder unter 15 Jahren. Günter van Aalst, Leiter der TK Landesvertretung in NRW: „Stotterer sind im Alltag häufig benachteiligt. Viele Berufe können sie gar nicht oder nur eingeschränkt ausüben. Umso wichtiger ist es, Kinder die stottern, so früh und so gut wie möglich therapeutisch zu unterstützen.“

Prinzipiell ist das Stottern gut behandelbar. Neben den klassischen Behandlungsmethoden wie Logopädie, können Patienten inzwischen auch das Internet nutzen. Die TK bietet seit über einem Jahr die Online-Therapie „Ein Leben ohne Stottern“ an. Die Krankenkasse hat das Projekt gemeinsam mit dem Institut der Kasseler Stottertherapie entwickelt. Betroffene können die Therapie bequem von zu Hause aus nutzen. Dabei treffen sie sich mit ihrem Therapeuten in einer virtuellen Sprechstunde – Einzelsprechstunden und Gruppensitzungen mit anderen Patienten wechseln sich ab.

Außerdem können die Teilnehmer mit dem Programm das Erlernte außerhalb der Therapiestunden üben. Mehr Informationen zu dem Projekt gibt es auf www.tk.de.

Allgemein IT im Gesundheitswesen

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