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NRW-Staatssekretärin besucht St. Franziskus-Hospital Münster

Verbesserung der Patientensicherheit durch eigenes mikrobiologisches Labor

St. Franziskus-Stiftung Münster am 28.01.16

Das St. Franziskus-Hospital Münster setzt hohe Maßstäbe im Bereich der Patientensicherheit. Mit dem Kompetenzzentrum für Mikrobiologie und Hygiene verfügt das Krankenhaus über eine eigene mikrobiologische Fachabteilung – und stellt damit als nicht-universitäre Klinik eine seltene Ausnahme dar. Martina Hoffmann-Badache, NRW-Staats¬sekretärin im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, informierte sich bei ihrem Besuch im Hospital über die Arbeit des Kompetenzzentrums und über das Gesamtkonzept der St. Franziskus-Stiftung Münster zur Stärkung der Patientensicherheit.

„Bei der Verbesserung der Krankenhaushygiene und des Infektionsschutzes darf es keinen Stillstand geben“, so Staatssekretärin Martina Hoffmann-Badache. Deshalb hat sie großes Interesse an Initiativen und Einrichtungen wie am St. Franziskus-Hospital in Münster. Im dortigen Kompetenzzentrum für Mikrobiologie und Hygiene gibt es drei Arbeitsschwerpunkte. Im mikrobiologischen Labor werden menschliche Untersuchungsmaterialien auf Krankheitserreger untersucht. Dies dient der Diagnostik, Verlaufsbeurteilung und Therapie von Infektionen. Darüber hinaus gehören im Rahmen des Antibiotic Stewardship (= Strategien zum rationalen Einsatz von Arzneimittel) fachübergreifende Visiten und eine intensive Beratung der klinisch tätigen Ärzte zum Leistungsumfang. Das Ziel des Arbeitsbereiches Krankenhaushygiene ist die Vermeidung von im Krankenhaus erworbenen Infektionen.

Bereits seit 2014 werden die Leistungen der Mikrobiologie nicht mehr von externen Anbietern bezogen, sondern im eigenen Hospital erbracht. „Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Gesamtstrategie der St. Franziskus-Stiftung für eine hohe Professionalität im Bereich Krankenhaushygiene und Infektionsmanagement zum Wohl unserer Patienten“, sind sich Dr. Klaus Goedereis und Dr. Daisy Hünefeld aus dem Vorstand der St. Franziskus-Stiftung Münster einig. Gemeinsam mit weiteren Experten des St. Franziskus-Hospitals Münster gaben sie einen Überblick über die Maßnahmen, welche die Patientensicherheit und Hygiene in den Einrichtungen der Franziskus Stiftung stärken. So sind die schnelle Diagnostik und Therapie von Infektionen sowie deren Prävention wesentliche Bestandteile einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung.

„Mit einer eigenen, zentralen und fachärztlich geleiteten mikrobiologischen Labordiagnostik können Infektionskrankheiten schneller und gezielter therapiert werden – und somit die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten erheblich verbessert werden“, so Dr. Daisy Hünefeld.
Beim Rundgang durch das Labor verdeutlichte Dr. Dr. Wolfgang Treder, Chefarzt des Kompetenzzentrums Mikrobiologie und Hygiene: „Manchmal können wenige Stunden für das Überleben entscheidend sein – wertvolle Zeit, die wir durch die Arbeit im eigenen Labor gewinnen.“ Darüber hinaus stehen die Experten durch die fachärztliche Infektionsberatung im engen Kontakt mit den Kollegen. „Durch diesen persönlichen Austausch werden unsere Prozessabläufe verbessert, was wiederum deutlich die Behandlungsqualität steigert.“

Die professionellen Dienstleistungen des Kompetenzzentrums mit labordiagnostischen Leistungen und infektiologischer Beratung werden stiftungsweit aktuell in neun Einrichtungen angeboten.
Patientensicherheit und Hygiene haben in der Franziskus Stiftung eine große Bedeutung und die Einrichtungen engagieren sich hier bereits erfolgreich mit zahlreichen innovativen Konzepten. So wurde zum Beispiel 2013 im St. Franziskus-Hospital Münster ein Patientensicherheits- und Simulationszentrum für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der St. Franziskus-Stiftung Münster aufgebaut. Hier werden an einem realitätsnahen Patientensimulator die Kommunikation, Interaktion und Kooperation aller an der Versorgung beteiligten Akteure ausgebaut. Ebenso wurde die Einrichtung der „Pharmazeutischen Aufnahme“ im münsterschen St. Franziskus-Hospital 2012 in die Landesinitiative „Gesundes Land NRW“ aufgenommen. Die „Pharmazeutische Aufnahme“ stellt sicher, dass die individuelle Medikation des Patienten direkt bei der Aufnahme erfasst und überprüft wird. Weiterhin hat das St. Elisabeth-Hospital Beckum für die vorbildhafte Umsetzung der hygienischen Händedesinfektion mehrere Auszeichnungen bekommen, unter anderem den renommierten „European Hand Hygiene Excellence Award 2014″.

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