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St. Bernhard-Hospital ist erneut zertifiziert

Überprüfung nach DIN ISO 9001 und pcc abgeschlossen

am Freitag, 22. April 2016

Sven Tripp, Qualitätsmanager, freut sich über die erfolgreiche Zertifizierung des St. Bernhard-Hospitals, Foto: SBK 2016/BEA

Sven Tripp, Qualitätsmanager, freut sich über die erfolgreiche Zertifizierung des St. Bernhard-Hospitals, Foto: SBK 2016/BEA

Schon 2003 ist das Kamp-Lintforter St. Bernhard-Hospital erstmals zertifiziert und danach immer wieder re-zertifiziert worden. Mehrfach nach proCum Cert (pcc) und KTQ. proCum Cert ist eine konfessionelle Zertifizierungsgesellschaft, KTQ steht für „Koordination für Transparenz und Qualität im Krankenhaus“. Dahinter stehen unter anderem die Bundesärztekammer sowie die Deutsche Krankenhaus-Gesellschaft.

Nun entschied sich die St. Franziskus-Stiftung Münster, zu der das Lintforter Haus gehört, alle ihr zugehörigen Krankenhäuser nach DIN EN ISO 9001:2008 überprüfen zu lassen. Zusätzlich erfolgte im St. Bernhard-Hospital auch die turnusmäßige Re-Zertifizierung nach pcc. „Den Wechsel von KTQ zu DIN ISO haben wir bewusst vollzogen, um unsere Organisation und Abläufe nach 13 Jahren im KTQ-System noch einmal aus einer neuen Perspektive beurteilen zu lassen“, erklärt Geschäftsführer Dr. Conrad Middendorf.

Jetzt sind beide Zertifizierungen abgeschlossen und das Krankenhaus entspricht allen modernen Qualitäts-Anforderungen. „Parallel zur Gesamt-haus-Zertifizierung wurden auch unsere Zentren überprüft“, erläutert der Kaufmännische Direktor Josef Lübbers. Gemeint sind das lokale Trauma-Netzwerk nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, die Chest Pain Unit der Kardiologie nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, das Darmkrebs-Zentrum auf Grundlage der DIN EN ISO 9001:2008 und das Endoprothesen-Zentrum nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie.

Verantwortlich für beide Überprüfungen im St. Bernhard-Hospital ist der Qualitätsmanagement(QM)-Beauftragte Sven Tripp. „Die DIN ISO-Zertifizierung ist ursprünglich für die Industrie ausgelegt gewesen. Deshalb mussten bei uns im Krankenhaus einige „Übersetzungsleistungen“ und diverse Prozesse neu installiert werden“, berichtet er.

Der hausinterne Vorteil dieser Zertifizierung: sie erfolgt nun jährlich, die Prozesse werden durch das Direktorium für das abgelaufene Jahr betrachtet und bilden die Basis für die Aufgaben des neuen Jahres. Strategiegespräche gehören ebenso dazu wie die Zusammenführung aller Prozesse, die die Aufgaben des Managements beschreiben. Der Vorteil für die Patienten ist ebenso deutlich: die Sicherheit der Patientenversorgung wird erhöht. Sven Tripps umfangreiche Aufgabe dabei ist es, die Rahmenbedingungen zu schaffen und die Prozesse zu koordinieren. Neue Prozesse begleitet er intensiv.

„Die DIN EN ISO 9001 legt einen deutlichen Wert auf Abstimmung sowohl interner als auch externer Prozesse“, erläutert Sven Tripp. Dabei wird überprüft, ob die festgeschriebenen Systeme auch in der Praxis umgesetzt werden. Durch die kurzen Prüfungs-Intervalle bleibt der Verbesserungsprozess im Gang, die Mitarbeiter werden eingebunden und beteiligen sich aktiv daran. „QM-Arbeit geht nur, wenn sich die Mitarbeiter vor Ort mit einbringen“, betont Sven Tripp. „Denn sie müssen die Richtigkeit und die Verbesserungspotenziale überprüfen.“

Die doppelte Zertifizierung hat aus Sicht des Qualitätsmanagers auch noch einen weiteren Vorteil: „Die Überprüfung nach proCum Cert legt deutlich stärkere Schwerpunkte auf der Ein¬bindung der Mitarbeiter, der Seelsorge und dem verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt. Und dies sind Punkte, die gerade bei einem konfessionellen Haus wichtig sind.“

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