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Bochumer Augenklinik in Wissenschaft und Forschung Spitzenreiter

Prof. Burkhard Dick publiziert weltweit die meisten wissenschaftlichen Beiträge zur Katarakt- und Refraktivchirurgie

Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum GmbH am 15.07.16

schultz_tim-tileUm die Operation für die Patienten so sicher und so effektiv wie möglich zu gestalten, sind kontinuierliche Forschung und die Suche nach Verbesserungen notwendig. Forschung wird in der Medizin wie in anderen Wissenschaften auch quantitativ meist nach Anzahl der Publikationen gemessen. Wer in den letzten Jahren weltweit die meisten Veröffentlichungen zur operativen Behandlung des Grauen Stars publiziert hat, veröffentlichte jetzt die britische Fachzeitschrift „The Ophthalmologist“ in einem Ranking. Als Spitzenreiter auf Platz eins befindet sich Professor Dr. Burkhard Dick, Direktor der Augenklinik am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, mit seinem Team.

„Da bin ich selbst überrascht“, erklärte Professor Dick in einer ersten Stellungnahme, „aber in der Tat sind wir breit aufgestellt und publizieren unsere Ergebnisse zur Kataraktchirurgie (operative Therapie des Grauen Stars) wie auch zur Refraktivchirurgie (operative Behandlung von Kurz- und Weitsichtigkeiten) in recht schneller Abfolge in angesehenen Fachjournalen. Und mit dieser Forschungsintensität liegt uns vor allem eines am Herzen, nämlich wie sich diese bereits jetzt schon sehr effizienten und schonenden OP-Verfahren für die Patienten noch sicherer, noch erfolgreicher machen lassen.“ Die Studien befassen sich meist mit den Operationsmethoden – hier ist die Bochumer Klinik ein Pionier im Einsatz des Femtosekundenlasers – sowie mit der Verhütung von Komplikationen und den verschiedenen Arten der bei diesen Eingriffen ins Auge eingesetzten Intraokularlinsen (IOL). Das sind die künstlichen Linsen, die nicht nur ein klares Sehen, sondern häufig auch noch ein gutes Sehen ohne Brille ermöglichen.

Die Redakteure von „The Ophthalmologist“ hatten untersucht, wie viele Artikel zur Operation des Grauen Stars und von Fehlsichtigkeiten in angesehenen („peer-reviewed“) Fachzeitschriften in den letzten Jahren erschienen sind und welche Autoren dabei die produktivsten waren. Mit dem Ergebnis: Im Zeitraum von 2012 bis 2015 verfasste kein anderer Autor so viele wissenschaftliche Beiträge wie Professor Dick, und zwar 56 an der Zahl. Auf dem zweiten Platz liegt mit 49 Publikationen der spanische Augenchirurg Professor Jorge Alio. Den dritten Platz belegt der Direktor der Universitätsaugenklinik Frankfurt, Professor Thomas Kohnen, mit 45 Publikationen. Und auf Platz vier folgt erneut ein Arzt der Universitätsaugenklinik Bochum: Dicks enger Mitarbeiter und Oberarzt Dr. Tim Schultz.

Als Fachzeitschrift mit den bei Weitem meisten Beiträgen zu diesem Operationsverfahren, das für die meisten Menschen, die ein bestimmtes Alter erreichen, irgendwann einmal aktuell wird, lag das „Journal of Cataract and Refractive Surgery“ (JCRS) mit 1826 Publikationen zum Thema weit vor der Nummer Zwei, der Zeitschrift Ophthalmology mit 266 Veröffentlichungen. Und in den letzten Jahren gab es nur wenige Ausgaben von JCRS ohne einen Bochumer Beitrag. „Es ist kein Selbstzweck, so viele Veröffentlichungen zu haben“, erklärt Dick augenzwinkernd. „Wir freuen uns jedoch, wenn wir mit unseren Erkenntnissen und unseren Forschungsergebnissen Kollegen überall in der Welt dazu motivieren können, von unseren Erfahrungen zu profitieren – und ihren Patienten eine Top-Versorgung auf Bochumer Niveau zukommen zu lassen.“

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