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Britische Augenärzte ehren Bochumer Klinikdirektor Professor Burkhard Dick

Verdienste um Weiterbildung sowie klinische Wissenschaft und Forschung standen im Mittelpunkt

am Donnerstag, 7. Juli 2016

2016_07_pande_dickGroßbritannien hat sich für einen Ausstieg aus der EU entschieden. Daran, dass Ärzte und Wissenschaftler von der Insel und vom Rest des Kontinentes zum Wohle ihrer Patienten weiter zusammenarbeiten wollen, ließen Augenärzte aus dem Vereinigten Königreich bei einer Tagung in der Küstenstadt Hull jedoch wenig Zweifel. Zum Ausdruck einer Grenzen überschreitenden Kooperation ehrten die britischen Spezialisten Professor Dr. Burkhard Dick, Direktor der Augenklinik am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, für seine Verdienste um Weiterbildung und um klinische Wissenschaft und Forschung.

Der Beifall war lang und anhaltend als britische Augenärzte Professor Dick mit einer gravierten Kristallschale auszeichneten, nachdem der Bochumer Augenchirurg die angesehene „Bijayananda Patanaik Memorial Lecture“ gehalten hatte. Dabei handelt es sich um eine Ehrenvorlesung, die den Namen eines indischstämmigen Augenarztes trägt, welcher eine Pionierrolle bei zahlreichen Operationsverfahren am Auge spielte.

Und die Ähnlichkeiten mit dem Geehrten liegen auf der Hand: Unter Dicks Leitung ist die Bochumer Augenklinik zu einem weltweit führenden Zentrum in der Behandlung des Grauen Stars, der meist altersbedingt getrübten Augenlinse, mit dem Femtosekundenlaser geworden. Mit dieser Hightech-Methode kann die Kataraktoperation – sie ist die häufigste chirurgische Intervention in der gesamten Medizin – schonender und präziser als mit der herkömmlichen Methode durchgeführt werden. Damit soll erreicht werden, dass Patienten auch mit anspruchsvollen Intraokularlinsen (asphärische für das Nachtsehen, torische zur Korrektur der Hornhautverkrümmung und multifokale für das deutliche Sehen in verschiedenen Entfernungen) nach dem Eingriff das bestmögliche Sehvermögen erlangen. Seit Einführung der Methode Ende 2011 haben Dick und sein Team auf diese Weise auch solche Patienten erfolgreich operiert, die in der traditionellen Kataraktchirurgie als Problemfälle gelten, wie Menschen mit Eintrübungen der Hornhaut und Kinder mit angeborenem Grauen Star. Darüber hinaus werden unter Dicks Leitung eine Reihe von Verfahren angeboten, die Patienten mit Kurz- oder Weitsichtigkeit mittels chirurgischer Korrektur die Freiheit vom Brillentragen ermöglichen.

Die postoperative Zufriedenheitsrate liegt nach Befragungen deutlich über 90 Prozent. Pionierarbeit leisteten die Bochumer Augenchirurgen auch bei einer neuen Methode zur Behandlung des Glaukoms („Grüner Star“), bei der minimal-invasiv mit einem kleinen Implantat eine Senkung des bei dieser Krankheit meist erhöhten Augeninnendrucks erzielt werden kann.

Die britischen Augenärzte hoben bei ihrer Würdigung Dicks auch dessen Verdienste um die Weiterbildung innerhalb dieser medizinischen Fachrichtung hervor. Dick ist zurzeit Präsident einer Vereinigung von Augenoperateuren mit Schwerpunkt Grauer Star (DGII) und leitet in der angesehenen amerikanischen Akademie für Augenheilkunde (AAO) die Sektion zur Operation des Grauen Stars. Wissenschaftliche Studien aus der Bochumer Klinik sind in Fachzeitschriften regelmäßig zu finden. Derzeit ist Professor Dick auch als Herausgeber eines Standardwerkes zum Einsatz der Femtosekundenlaser-Technologie in der Augenheilkunde aktiv, das Anfang 2017 bei einem renommierten New Yorker Verlag erscheinen wird. Regelmäßige Informationen stellt seine Klinik nicht nur der Ärzteschaft, sondern auch Bürgern und Patienten zur Verfügung – bei Patientenveranstaltungen in der Klinik in Langendreer und auf dem eigenen Youtube-Kanal. Hier kann man sich selbst überzeugen, wie präzise, schnell, effizient und weitgehend unblutig moderne Augenchirurgie, wie sie in Bochum angeboten wird, sein kann.

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