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Herbert Roebers und die Reise zum Nordkap

Nach Bandscheiben-Operation fast 4.000 Kilometer mit dem Fahrrad gefahren

am Freitag, 2. Dezember 2016

Es war sein großer Traum: Herbert Roebers wollte mit seinem Fahrrad bis zum Nordkap und zurück fahren. 3.500 Kilometer lang sollte die Route sein. Doch eine solche Mammuttour war nur möglich, wenn er sich vorher an der Bandscheibe operieren lassen würde. Seit über 40 Jahren begleiteten ihn Rückenschmerzen, die ursprünglich durch einen Unfall verursacht worden waren. Eines seiner Beine war verkürzt und die Schiefstellung bereitete ihm zunehmend Probleme.

Alle konservativen Möglichkeiten, seine starken Rückenschmerzen zu lindern, waren umfassend ausgeschöpft. Und so folgte Herbert Roebers der gemeinsamen Empfehlung der Chefärzte Dr. Florian Danckwerth (Klinik für Konservative Orthopädie, Schmerztherapie und Manuelle Medizin) und Dr. Martin Grummel (Chefarzt der Orthopädischen Klinik I) des Kamp-Lintforter St. Bernhard-Hospitals zu einer Operation.

Das Ergebnis gab dem sportlichen Radfahrer und seinen Ärzten Recht. Nach erfolgreicher Operation, einer dreimonatigen Ruhephase und dem Besuch einer Rehabilitationsklinik war Herbert Roebers wieder fit. So fit, dass er begann, seinen Traum in die Realität umzusetzen.

Das Abenteuer startet

An einem Montag radelte er mit seinem Fahrrad von Straelen aus ins Abenteuer. Voll bepackt mit Zelt, Isomatte, Schlafsack, Kochgeschirr, Lebensmitteln und viel Wasser ging es los. Mit seiner Frau hatte er vereinbart, alle drei Tage zu telefonieren. Über Osnabrück, Bremen, Hamburg, Flensburg ging die Reise bis ins dänische Frederikshavn. Mit der Fähre ließ er sich nach Schweden übersetzen und erlebte einen herrlichen Mittsommer bei seiner Tour.

Weiter ging die Reise über Sundsvall und Haparanda, kurz durch Finnland, weiter Richtung Nordkap. Ein kleines Stück bis Berlevåg ließ er sich von den Postschiffen der Hurtigruten fahren. Und dann war er da – am Ziel seiner Wünsche: dem Nordkap. „Das ist landschaftlich einfach ein Traum. Und keineswegs nur Eis und Schnee. Dafür aber hügelig, was für mich Radfahrer natürlich permanente Anstrengung bedeutete“, erzählt Herbert Roebers.

Beschwerdefreie Reise

Schmerzen hatte er in den zehn Wochen seiner Reise nicht. Auch nicht bei den Übernachtungen im Zelt. Herbert Roebers war beschwerdefrei, obwohl er, wie er ehrlich zugibt, während der Reise keine Rückenübungen machte. Dafür hatte er die Zeit nach der Reha zu Hause gut genutzt, seine Übungen brav gemacht und auch die Rückenübungs-Gruppe regelmäßig besucht.

„Meine Rücken- und Bauchmuskeln waren wirklich gut trainiert. Und das tägliche Radfahren tat mir einfach gut.“ Fast 4.000 Kilometer legte er auf seiner Reise insgesamt zurück. Und fühlte sich einfach nur rundum zufrieden.

Vor seiner Bandscheiben-Operation bat Herbert Roebers seine Ärzte: „Ich lege all meine Hoffnungen in ihre Hände. Ich weiß, dass sie mich nicht enttäuschen und ich anschließend im Rollstuhl sitzen werde.“ Denn er wollte sich doch unbedingt seinen Traum erfüllen. Sein Mut wurde belohnt – mit herzlichem Dank und großer Begeisterung schickte er Martin Grummel und Florian Danckwerth Grüße vom Nordkap.

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