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Neuer Kopf für Digital Business Engineering

Prof. Dr. Boris Otto verstärkt die Institutsleitung des Fraunhofer ISST

am Donnerstag, 12. Januar 2017

Prof. Dr. Boris Otto, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik © Foto Fraunhofer ISST

Seit Jahresbeginn verstärkt Prof. Dr. Boris Otto als neuer geschäftsführender Institutsleiter die Führungsspitze des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik ISST in Dortmund. Prof. Dr. Jakob Rehof (Schwerpunkt Wissenschaft) und Prof. Dr. Michael ten Hompel (Schwerpunkt Standortentwicklung) komplettieren die Institutsleitung. Gemeinsam entwickeln sie das Institut zum Innovationspartner für die Digitalisierung der Wirtschaft und die Datenökonomie weiter. Der Schwerpunkt liegt auf Digitalen Geschäftslösungen zum Beispiel für die Logistik, das Gesundheitswesen und die Versicherungswirtschaft.

»Wir entwickeln für Unternehmen innovative Geschäftslösungen aus einem Guss, damit sie in der Digitalisierung erfolgreich sein können«, beschreibt Boris Otto das Leistungsspektrum seines Forschungsinstituts. »Kern dieser Lösungen sind die Daten als strategische Ressource für Unternehmen, auf der neue digitale Geschäftsmodelle basieren.«

Digitalisierung »made in Germany«

Otto, der vom Fraunhofer IML kommt und für die Fraunhofer-Gesellschaft bereits die strategische Forschungsinitiative »Industrial Data Space« leitet, sieht in diesen Kompetenzen die Besonderheiten des Fraunhofer ISST: »Bei uns bekommt man alles aus einer Hand. Wir designen neue Prozesse, wir entwickeln neue Technologien und wir unterstützen Unternehmen dabei, selbst neue digitale Dienste zu entwickeln.« Ziel sei es stets, hybride Leistungsangebote zu gestalten, die sowohl aus einem physischen Produkt als auch aus einem Software-Service bestehen. Umsetzbar sei dies beispielsweise in der Automobilindustrie, wo digitale Zusatzdienste im Auto für ein besseres Mobilitätserlebnis sorgen.

Institutsleitung des Fraunhofer ISST: v. l. Prof. Dr. Jakob Rehof, Prof. Dr. Boris Otto und Prof. Dr. Michael ten Hompel

Da das Institut den Fokus auf wichtige Branchen in Deutschland und Europa legt, nennt Otto den hier skizzierten ISST-Ansatz etwas provokativ »Digitalisierung made in Germany« und meint damit die besondere Verbindung von physischem Produkt und digitalen Daten als Herzstück der Digitalisierungsstrategie. »Disruptive Innovation entsteht nicht durch Kopieren vorhandener Geschäftsmodelle, sondern indem Unternehmen intelligent eigene Assets mit den Möglichkeiten der Digitalisierung kombinieren, also klassische Stärken der deutschen Industrie wie die Entwicklung exzellenter Produkte mit den Potenzialen smarter Services verbinden.«

Der gebürtige Hamburger Boris Otto ist Wirtschaftsingenieur und hat vor seiner Tätigkeit am Fraunhofer ISST unter anderem an der Universität St. Gallen das Kompetenzzentrum Corporate Data Quality aufgebaut, aus dem als Spin-off-Unternehmen die CDQ AG entstanden ist. Seit 2013 ist er Inhaber der Audi-Stiftungsprofessur Supply Net Order Management an der Technischen Universität Dortmund. Der Fraunhofer-Gesellschaft ist er schon lange verbunden: Schon 2002 promovierte er während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IAO beim früheren Fraunhofer-Präsidenten Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger an der Universität Stuttgart.

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