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Siemens Healthineers und Biogen vereinbaren gemeinsame Entwicklung neuer MRT-Applikationen für Multiple Sklerose

Das Projekt befasst sich mit der Erforschung quantitativer MRT-Metriken für bessere Therapieentscheidungen

am Mittwoch, 18. Januar 2017

Siemens Healthineers und Biogen haben heute bekannt gegeben, dass sie die gemeinsame Entwicklung von Anwendungen im Bereich der Magnetresonanztomographie (MRT) planen. Ziel der Zusammenarbeit ist die Quantifizierung wichtiger Biomarker für die Krankheitsaktivität und den Krankheitsverlauf der Multiplen Sklerose (MS). Als eines der führenden Biotechnologieunternehmen setzt Biogen einen starken Schwerpunkt auf neurologische und Autoimmunerkrankungen und ist seit zwei Jahrzehnten einer der führenden Lieferanten von Therapielösungen für MS-Patienten. Siemens Healthineers hat sich zur Aufgabe gemacht, Gesundheitsversorger dabei zu unterstützen, ihre aktuellen Herausforderungen zu meistern und sich in ihrem jeweiligen Geschäftsumfeld weiterzuentwickeln. Um diese Strategie im Bereich Neurologie zu implementieren, wird Siemens Healthineers mit Biogen kooperieren und seine Stärken auf dem Gebiet der medizinischen Bildgebung einbringen.

„Durch die Zusammenführung des gemeinsamen Know-hows von Siemens Healthineers und Biogen auf dem Gebiet der medizinischen Bildgebung bzw. der Neurologie möchten wir neue Messwerkzeuge entwickeln, die die speziellen technischen Herausforderungen der MS meistern“, sagt Dr. Christoph Zindel, Geschäftsführer Magnetresonanztomographie bei Siemens Healthineers. „Unser gemeinsames Ziel ist es, eine Lösung zu schaffen, die in die bestehenden Arbeitsabläufe in der Radiologie integriert und dadurch nahtloser Bestandteil der Routineversorgung werden kann und dem behandelnden Neurologen neue, wertvolle Informationen liefert, ohne die Kosten zu erhöhen oder das Gesundheitssystem zu belasten.“

Die Magnetresonanztomographie wird routinemäßig zur Unterstützung von Ärzten in der MS-Diagnostik eingesetzt. Sie misst die Krankheitsaktivität und überwacht das Ansprechen auf die Therapie. Die qualitative Auswertung durch Ärzte erfolgt anhand eines Vergleichs aktueller und früherer MRT-Aufnahmen. Aus zahlreichen Studien geht hervor, dass quantitative MRT-Messungen zusätzliche Informationen zu Krankheitsprognose und Behandlungsergebnissen liefern können. Allerdings sind Technologien für die quantitative Messung mit der für MS erforderlichen Präzision und Empfindlichkeit gegenwärtig normalerweise nur in Forschungsumgebungen verfügbar. Mit der Entwicklung und Validierung automatisierter MRT-Anwendungen zur Quantifizierung wichtiger Biomarker für MS, einschließlich neuer T2-Läsionen und Gehirnatrophie, können die Patienten am Point-of-Care von der Verfügbarkeit aussagekräftigerer Daten profitieren.

„Wir bei Biogen glauben, dass die Verfügbarkeit hochwertiger, standardisierter Daten am Point-of-Care zu einem besseren Verständnis der MS, zu besser begründeten Behandlungsentscheidungen und letztlich zu besseren Ergebnissen für die Patienten führt“, sagt Dr. Richard Rudick, Vice President Development Sciences, Biogen. „Wir sind davon überzeugt, dass die Fähigkeit, während der klinischen Alltagspraxis forschungsrelevante Daten zu erzeugen, das Entwicklungspotenzial des Gesundheitssystems hin zur Präzisionsmedizin freisetzen kann.“

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