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Bei Seelsorge im Krankenhaus geht es ums Ganze

Prof. Dr. Michael Fischer beim „1. Ökumenischen Kongress der Seelsorgenden im Krankenhaus“

am Freitag, 24. März 2017

Prof. Dr. Michael Fischer

Prof. Dr. Michael Fischer

Seelsorger im Krankenhaus begleiten Menschen in Extremsituationen: „Dann, wenn diesen das eigene Dasein aus der Hand genommen oder neu in die Hand gegeben wird“, so Prof. Dr. Michael Fischer. Daher gehe es bei der Seelsorge im Krankenhaus „oft ums Ganze“, wie der münstersche Theologe jetzt vor Krankenhaus-Seelsorgern aus ganz Deutschland unterstrich. Fischer verantwortet das Ressort Leitbildkoordination und Qualitätsmanagement bei der St. Franziskus-Stiftung Münster, unter deren Dach 14 Hospitäler stehen. Beim „1. Ökumenischen Kongress der Seelsorgenden im Krankenhaus und Gesundheitswesen“ in München hielt er ein Referat unter dem Titel „Grenzgänger der Transzendenz“.

Im Krankenhaus stellten sich Fragen nach dem Sinn, dem Woher und dem Wohin des Ganzen. An dieser Stelle kämen Seelsorger ins Spiel. „Den Blick für das Ganze brauchen aber nicht nur Patienten, sondern alle, die in einem Krankenhaus arbeiten; nicht nur die Kranken, sondern auch die Gesunden und die Organisation insgesamt“, so Fischer weiter. Diesen Blick brächten die Seelsorger in vielfältiger Weise ein: in der Begleitung von Patienten, durch Sorge für Mitarbeiter, in der Klärung ethischer Fragen, in Gebeten, Ritualen und liturgischen Feiern, in der Betreuung Ehrenamtlicher oder Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen. „Entscheidend ist dabei insbesondere die eigene Glaubwürdigkeit“, betonte Fischer.

Den ökumenischen Kongress der Seelsorgenden im Krankenhaus und Gesundheitswesen hatten die evangelische und die katholische Kirche als neue Initiative erstmalig veranstaltet. Etwa 400 Teilnehmer aus ganz Deutschland kamen dazu nach München. Eröffnet wurde die dreitägige Veranstaltung gemeinsam vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

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