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Neueste Herzschrittmachergeneration

Implantiert an der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen

St. Franziskus-Stiftung Münster am 31.03.17

Als eine der ersten Kliniken in Deutschland hat die St. Barbara-Klinik einem Patienten einen Herzschrittmacher der neuesten Generation eingepflanzt. Ein positiver Nebeneffekt ist die längere Batterielaufzeit, die statt der üblichen 10 Jahre zwischen 15 und 17 Jahren beträgt. „Wir sind froh, unsere Patienten künftig mit hochwertigen, langlebigen Herzschrittmachern versorgen zu können“, sagt der Kardiologe Oberarzt Dr. med. Matthias Koopmann. „Vor allem aber nützt es der Gesundheit der Patienten, dass der Astra-Herzschrittmacher nicht nur zu langsamen Herzschlag bekämpft, sondern zugleich das Risiko von permanentem Vorhofflimmern reduzieren kann.“ Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung im Erwachsenenalter. Zudem ist der Herzschrittmacher ASTRA XT sogar für starke Magnetfelder geeignet, die seinem Träger eine Untersuchung per MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie) ermöglichen. Die Patienten können problemlos einer Untersuchung im MRT mit bis zu 3 Tesla unterzogen werden.

Taktgeber für kranke Herzen

Rund eine halbe Million Menschen in Deutschland tragen einen Herzschrittmacher. Ein Herzschrittmacher ist ein kleines, elektronisches Gerät, das zum Beispiel bei einem zu langsamen Herzschlag implantiert werden kann. Er verhilft dem Herzen durch elektrische Impulse wieder zu einem regelmäßigen Rhythmus. Ein moderner Herzschrittmacher hat ungefähr ein Volumen von 12 cm³ – er ist etwa so groß wie eine Streichholzschachtel, aber nur halb so dick. Zum eigentlichen Herzschrittmacher, in dem sich die Batterie und der elektronische Schaltkreis befinden, gehören dünne biegsame Kabel, die Elektroden. Sie stellen die Verbindung zwischen Schrittmacher und Herz her. Ein Herzschrittmacher wird unterhalb des Schlüsselbeins implantiert. Die Elektroden schiebt man direkt über große Blutgefäße im Brustraum (Venen) ins Herz und verbindet sie anschließend mit dem Schrittmacher. Jetzt kann der Schrittmacher Informationen über den Herzrhythmus aufnehmen. Schlägt das Herz des Trägers zu langsam, gibt der Schrittmacher schwache elektrische Impulse ab, die das Herz schneller schlagen lassen.

Intelligente Technik: Stimulation nur bei Bedarf

Die neueste Generation Herzschrittmacher wie der Astra XT helfen dem Herz nicht nur wieder, im richtigen Takt zu schlagen. Sie vermindern zusätzlich das Risiko für eine der gefürchteten Begleiterscheinungen von Herzerkrankungen: das Vorhofflimmern. Der Astra XT stimuliert das Herz nur, wenn ein unregelmäßiger Herzschlag gemessen wird. Dann kann das sogenannte Antitachykarde Pacing verhindern, dass sich Vorhofflimmern entwickelt. Durch diese intelligente Technik wurde die übliche Lebensdauer eines Herzschrittmachers von 10 Jahren auf 15 bis 17 Jahren erhöht. Auch die technischen Anforderungen für eine MRT-Untersuchung in modernen Diagnosegeräten mit Magnetstärken von 1,5 und 3 Tesla sind für die neuen Implantate ungefährlich, so dass betroffene Patienten nun auch von modernster Diagnostik profitieren können. Neben der MRT-Sicherheit ist der Herzschrittmacher Astra mit weiteren innovativen Technologien ausgestattet. Dazu zählt die Funktion MVP (Managed Ventricular Pacing), die erwiesenermaßen 99 Prozent der unnötigen Herzstimulations-Impulse verhindert.

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