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NRW-Gesundheitsministerin besucht Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen

am Freitag, 17. März 2017

Chefarzt Dr. Thomas Günnewig zeigte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (M.) und Grünen-Vertreterin Rita Nowak die demenzsensible Station 1b des Elisabeth Krankenhauses, das mit einem speziellen Farbkonzept für Orientierung sorgt

Chefarzt Dr. Thomas Günnewig zeigte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (M.) und Grünen-Vertreterin Rita Nowak die demenzsensible Station 1b des Elisabeth Krankenhauses, das mit einem speziellen Farbkonzept für Orientierung sorgt

Der demografische Wandel stellt auch das Gesundheitssystem vor eine große Herausforderung. Das Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen reagiert mit vielseitigen Angeboten und medizinischen Kompetenzen auf eine immer älter werdende Gesellschaft. Der Patient erhält im Süder Krankenhaus eine ganzheitliche Behandlung, die gezielt die Bedürfnisse eines hohen Alters berücksichtigt. Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, lobte bei ihrem Besuch am Freitagvormittag im Elisabeth Krankenhaus die demenzsensible Ausrichtung und die fachkompetente Vernetzung der Einrichtung über die Stadtgrenzen hinaus.

Auf Einladung der Recklinghäuser Lokalpolitiker von Bündnis 90/Die Grünen besuchte die grüne NRW-Ministerin das Elisabeth Krankenhaus. Landtagskandidatin Rita Nowak, Fraktionsvorsitzender Holger Freitag, stellvertretende Bürgermeisterin Christel Dymke, das Direktorium und Chefärzte der Elisabeth Krankenhaus GmbH sowie Dr. Daisy Hünfeld und Dr. Nils Brüggemann vom Vorstand der St. Franziskus-Stiftung kamen mit Barbara Steffens zunächst im August-Mäteling-Haus ins Gespräch. Barbara Steffens stellte sich der Diskussion um eine immer ältere werden Bevölkerung und der Frage, wie das Gesundheitswesen auf diese spezielle Herausforderung reagieren kann. „Wir brauchen hochspezialisierte Konzepte, die ambulante und stationäre Behandlungen eng miteinander verbinden“, sagte Ministerin Barbara Steffens. „Noch können wir mit der zu behandelnden Zahl alter Menschen gut umgehen, aber wenn wir einmal alt sind, gibt es doppelt so viele gebrechliche Patienten wie heute. Deshalb müssen wir gemeinsam Veränderungen auf den Weg bringen und die Strukturen anpassen, damit auch wir im Alter angemessen versorgt werden.“

Mit der Kombination der Geriatrie und der Neurologie ist das Elisabeth Krankenhaus ein Vorreiter im Ruhrgebiet: Diese Kombination der Geriatrie und der Neurologie ermöglicht die Behandlung alterstypischer Erkrankungen auf hohem Niveau und unter Berücksichtigung der späten Lebensphase. Davon konnte sich Barbara Steffens persönlich überzeugen. Seit Januar 2015 ist das Süder Krankenhaus von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie mit dem Siegel Alters-Trauma-Zentrum zertifiziert. Als besonderen Service stellt das Elisabeth Krankenhaus deshalb für alle Patienten ab einem Alter von 70 Jahren innerhalb kürzester Zeit nach der stationären Aufnahme sicher, dass sie zusätzlich zu den unfallchirurgischen Kollegen auch von Ärzten der geriatrisch/neurologischen Klinik hinsichtlich eines entsprechenden Therapiebedarfes untersucht werden. Das Alters-Trauma-Zentrum im Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen verfügt über 15 Betten und genießt überregional bei Ärzten und Patienten großes Vertrauen.

Mit dem zertifizierten Alters-Trauma-Zentrum ist das Elisabeth Krankenhaus auf die Bedürfnisse von älteren Patienten ausgerichtet. Dr. Thomas Günnewig, Chefarzt der Geriatrie/Neurologie, und Dr. Ulrich Schneider, Chefarzt der Unfallchirurgie berichteten über die gute Zusammenarbeit und Vernetzung der einzelnen Abteilungen zur ganzheitlichen Behandlung der Patienten. Seit mehr als zehn Jahren arbeiten die Klinik für Unfallchirurgie und die Klinik für Geriatrie/ Neurologie am Elisabeth Krankenhaus eng für dieses Behandlungskonzept zusammen. Ziel ist ein bestmögliches Ausheilungsergebnis sowie erneuten Verletzungen, etwa durch Stürze, vorzubeugen.

Anschließend überzeugte sich die NRW-Gesundheitsministerin auf der Station 1b mit spezieller demenzsensibler Ausrichtung von der patientenorientierten Arbeit des Krankenhauses. Das Farbkonzept zwischen Betten, Schrank und Badezimmer hilft den Patienten, sich im Zimmer zurechtzufinden. Denn alle wichtigen Gegenstände sind farblich markiert und können so schnell wiedergefunden werden. Außerhalb des Zimmers sorgen Erkennungsbilder mit regionalem Bezug für Orientierung. Jeweils ein Bild hängt im Zimmer des Patienten und eines davor. Die bekannten Motive darauf wecken gleichzeitig Erinnerungen. Um das Herumirren in der Nacht zu vermeiden, leuchten die Toilettenschilder im Dunklen. Der nahegelegene Aufenthaltsraum lädt zum Verweilen ein. Türen, die die Patienten nicht benutzen sollen, tragen keine Schilder.

Als christliche Einrichtung und Teil der Pfarrgemeinde St. Antonius ist das Elisabeth Krankenhaus fest im Stadtteil verankert – und das schon seit über 100 Jahren. Im Quartier finden sich noch das Altenheim Caritashaus Reginalda, eine Tages- und Kurzzeitpflege, das Servicewohnen des Krankenhauses und selbstverständlich auch das Hospiz mit seinem Ambulanten Dienst. So kann das Haus mit der bestmöglichen „Ausrüstung“ für die Patienten aus Recklinghausen und dem ganzen Ruhrgebiet da sein.

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