Wir können Gesundheit

Tag der Organspende

Junge Menschen für das Thema sensibilisieren

am Donnerstag, 1. Juni 2017

Sich bewusst mit dem Thema Organspende auseinandersetzen – diesen Appell richtet die AOK Rheinland/Hamburg zum Tag der Organspende (3.6.2017) an die Öffentlichkeit. Denn nach wie vor ist die Zahl der Organspenden in Deutschland niedrig: 212 Menschen haben im ersten Quartal 2017 nach ihrem Tod Organe für schwer kranke Patienten gespendet. Im Vergleichszeitraum 2016 waren es 209. Demgegenüber stehen über 10.000 Patienten auf Wartelisten, die dringend auf ein Spenderorgan angewiesen sind. „Wir dürfen nicht nachlassen, die Menschen durch Aufklärung und Aktionen für diese essentielle Frage zu sensibilisieren. Jeder sollte abwägen und dann für sich persönlich entscheiden, ob er Spender werden möchte oder nicht, aber jeder sollte eine Entscheidung treffen“, so Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg.

Nach dem Bekanntwerden des Transplantationsskandals von Göttingen 2012 war das Vertrauen der Deutschen in das Organspende-Verfahren schlagartig gesunken, die Zahlen gingen spürbar zurück. „Die Politik hat etwaigen Manipulationen einen Riegel vorgeschoben und die Richtlinien nun transparent und überprüfbar gemacht“, führt Buchwitz aus. „Dennoch ist es ein langer Weg, das Vertrauen in das System der Organvergabe zurückzugewinnen.“

Die AOK Rheinland/Hamburg setzt auch weiterhin auf eine umfassende Information ihrer Versicherten. Bis heute hat sie im Rheinland und in Hamburg mehr als fünf Millionen Organspendeausweise verteilt. Mit einem Mailing an rund 60.000 junge Versicherte wird die AOK Rheinland/Hamburg zum Tag der Organspende für das Thema sensibilisieren.

Schon in der Vergangenheit hatte sich die AOK Rheinland/Hamburg für eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende stark gemacht: Neben der Gründung des „Aktionsbündnisses Organspende“ hat sie mit Broschüren, Veranstaltungen und 2,5 Millionen Anschreiben an ihre Versicherten für eine bewusste Entscheidung geworben. So wurde das Thema Organspende über gemeinsame Aktionen mit den Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, dem Zweitligisten Fortuna Düsseldorf und ganz aktuell beim Ligaspiel von Rot-Weiss-Essen einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Zusätzlich bietet die AOK eine Entscheidungshilfe auf www.aok.de/organspende und betreibt Informationskampagnen auf Facebook, um eine informierte Entscheidung zu fördern.

Zwar stehen laut Umfrage etwa Dreiviertel der Bundesbürger der Organspende positiv gegenüber, einen Organspendeausweis besitzen jedoch nur knapp 30 Prozent. Die vor drei Jahren von der Politik eingeführte Entscheidungslösung sieht vor, dass jeder Bürger und jede Bürgerin zumindest einmal im Leben mit der Frage nach der Bereitschaft zur Organspende konfrontiert wird.

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