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Beteiligung am AGA Kongress

Innovative Operationsmethoden in München vorgestellt

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 12.10.17

Das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie der St. Elisabeth Gruppe setzt einen Schwerpunkt seiner Behandlung auf dem Gebiet der Sportorthopädie. Derzeit werden über 500 vordere und hintere Kreuzbandoperationen in der Klinik durchgeführt. Im Rahmen des 34. internationalen AGA Kongresses in München stellte Dr. Oliver Meyer, Leiter des Zentrums für Becken- , Hüft-, Knie- und Fußchirurgie als geladener Referent seine Erfahrungen auf dem Gebiet der Kniegelenkschirurgie vor. Oberarzt Dr. Alexander Fechner zeigte in seinem Vortrag, dass sich in den letzten Jahren die endoskopischen Operationstechniken bei Erkrankungen im Bereich der Achillessehne deutlich verbessert haben.

Minimale-invasive Rekonstruktion des vorderen und hinteren Kreuzbandes

Im Rahmen des dreitätigen AGA Kongresses stellte Dr. Oliver Meyer in zwei Vorträgen die operative Behandlungsmethode des vorderen und hinteren Kreuzbandrisses vor. Bei der Rekonstruktion des Kreuzbandes werden körpereigene Sehnen verwendet. Als Transplantat können die Sehnen aus der Innenseite des Oberschenkels, die Semitendinosusehne und Gracilissehne, verwendet werden. Das Sehnentransplantat wird durch Bohrkanäle in das Kniegelenk eingezogen. Um die nötige Stabilität zu erreichen, werden die Sehnen zu einer 4-fachen Schlinge gelegt und mit kleinen Titan-Implantaten, die nicht entfernt werden müssen, befestigt. Diese bieten Reißfestigkeit sowie eine sichere Platzierung des Transplantats. Mit der Zeit wächst das Transplantat in den Knochen hinein.

Bei den Eingriffen handelt es sich um minimal-invasive Operationsmethoden, d. h. es sind nur 2-3 kleine Einschnitte nötig. Diese Operationsform bringt den Betroffenen viele Vorteile: Kürzere Operationszeiten, weniger Schmerzen, ein geringeres Operationstrauma, kaum sichtbare Narben und ein schnelle Rehabilitation. „Minimal-invasive Eingriffe sind anspruchsvoll und erfordern ein hohes Maß an Erfahrung und Präzision“, fasste Dr. Meyer zusammen. „Bei allen Operationen am Kreuzband ist eine professionelle Nachbehandlung erforderlich. Um Beweglichkeit, Kraft und Koordination wiederzuerlangen, sollten Patienten physiotherapeutische Angebote nutzen“, so der Experte für Kniegelenkschirurgie.

Chronische Erkrankungen der Achillessehne

In seinem Vortrag informierte Dr. Alexander Fechner über die operative Behandlung von Erkrankungen im Bereich der Achillessehne. Ziel der neuen endoskopischen Operationsmethode ist es, den Knochenvorsprung am Fersenbein und die damit oft einhergehende Entzündung an der Rückfläche der Achillessehne zu beseitigen. Eine minimal-invasive Operation ist im Vergleich zu einer offenen Operation maximal schonend, ermöglicht einen kürzeren Klinikaufenthalt und damit eine schnellere Wiederherstellung der Mobilität. „Wir entwickeln unsere Behandlungsmethoden kontinuierlich weiter. Denn uns ist es wichtig, unsere Patienten bestmöglich, d.h. immer angepasst an den aktuellen medizinischen Fortschritt, zu behandeln“, ergänzte Dr. Fechner.

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