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24 Mrz

Jahrestagung der Deutschen Assoziation für Fuß und Sprunggelenk

Freitag, 24. März 2017

Mehrere hunderttausend Patienten unterziehen sich pro Jahr in Deutschland einer fußchirurgischen Behandlung. Angeborene und erworbene Fehlstellungen bei Kindern und Erwachsenen, Knorpeltherapie, Diabetischer Fuß, Ballenzehe (Hallux valgus), Überbein, Sportverletzungen, Einlagenversorgung und vieles mehr: Das medizinische und therapeutische Spektrum ist groß. Vor diesem Hintergrund findet am 24. und 25. März 2017 im Renaissance Hotel Bochum die Jahrestagung der „Deutschen Assoziation für Fuß und Sprunggelenk“ (DAF) statt. Die hochrangige und stark wissenschaftlich geprägte Tagung wendet sich an klinisch und ambulant tätige Fachbesucher. Sie findet zum ersten Mal im Ruhrgebiet statt. Erwartet werden rund 400 Gäste. Partnerregion ist in diesem Jahr Skandinavien.

Tagungspräsidenten sind Dr. Frank Schemmann (Ratingen) und Dr. Tanja Kostuj, Geschäftsführende Oberärztin und Spezialistin für Fußchirurgie in der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des St. Josef-Hospitals Bochum. „Die Fußchirurgie ist sehr innovativ und entsprechend stark in Bewegung“, betont sie. So sind heute strahlungsarme 3D-Röntgenaufnahmen für Fuß und Sprunggelenk unter Belastung möglich.

Weitere Beispiele sind synthetische Stoffe sowie die Transplantation von Blutstammzellen aus dem eigenen Knochenmark, mit denen Knorpelschäden in dem belasteten Fußgelenk bis zu einem gewissen Grad behandelt werden können. Eine besondere Herausforderung stellt nach wie vor der Diabetische Fuß dar. Für diese komplexe Behandlung ist die enge fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Diabetologen, Fußchirurgen, Gefäßchirurgen, Neurologen und Radiologen notwendig.

Die Ärzte haben heute deutlich mehr Möglichkeiten als früher. Dies gilt für die operative Therapie und gleichermaßen für die konservative Behandlung. Selbst Versteifungen von Fußgelenken können so schonend vollzogen werden, dass der Patient in vielen Fällen kaum bewegungseingeschränkt ist oder sogar noch seinem Sport nachgehen kann.

Während Knie- und Hüftgelenkprothesen heutzutage weit verbreitet sind, werden künstliche Sprunggelenke bisher eher selten eingesetzt. Die Ergebnisse sind aber in vielen Fällen sehr gut, betont Dr. Kostuj. Hohe Erwartungen setzt sie in ein erweitertes Sprunggelenkregister, in dem alle operativen Korrekturmaßnahmen– von der Einsteifung über die Prothese bis zur Umstellungsosteotomie – dokumentiert werden und vor allem die Zufriedenheit des Patienten abbilden. Auf dem Kongress werden zu den Prothesen die ersten 10-Jahres-Ergebnisse aus dem Register vorgestellt.

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