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Fortbildung im Rheumazentrum Ruhrgebiet

Experten informierten zu Mobilität durch Muskelleistung

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 14.12.17

Im Rahmen einer zweitägigen Fortbildung informierte Prof. Dr. Jürgen Braun (links), Ärztlicher Direktor des Rheumazentrum Ruhrgebiet, zusammen mit weiteren Experten zu Mobilität durch Muskelleistung.

Prof. Dr. Jürgen Braun, Ärztlicher Direktor des Rheumazentrum Ruhrgebiet, informierte zusammen mit Oberarzt Björn Bühring und internationalen Experten aus den Bereichen Rheumatologie, Osteologie und Physiotherapie das zahlreich erschienene medizinische Fachpersonal zum Thema „Mobilität durch Muskelleistung – Zur Bedeutung von Funktionseinschränkungen bei rheumatischen Erkrankungen“. Präsentiert wurden neueste Erkenntnisse und Empfehlungen, um den häufig zu beobachtenden Muskelabbau im Alter aktiv zu bekämpfen.

Der alters- und zum Teil krankheitsbedingte Muskelschwund, auch Sarkopenie genannt, tritt bereits im Alter von ca. 60 Jahren – zum Teil auch schon früher – auf, ab dem 70. Lebensjahr beschleunigt sich der Prozess. Je weniger Muskeln vorhanden sind, desto mehr häufen sich auch Stürze, Brüche und andere Verletzungen. Damit geht meist eine sehr stark eingeschränkte Mobilität einher, die die Lebensqualität der Betroffenen erheblich mindert. „Personen mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen entwickeln oft unabhängig von ihrem Alter eine Sarkopenie. Da dieses Gesundheitsproblem häufig nicht erkannt und die Diagnose selten gestellt wird, wird die Bedeutung unterschätzt“, weiß Bühring, der sich damit schon seit Jahren wissenschaftlich auseinandersetzt.

Um diesem muskulären Problem entgegenzuwirken, präsentierte der Oberarzt zusammen mit international renommierten Referenten die neuesten Erkenntnisse zur Messung, Beurteilung sowie zur Erhaltung und Verbesserung von Mobilität und Alltagsfunktionsfähigkeit von betroffenen Patienten mit rheumatischen und anderen Erkrankungen. Dazu wurden evaluierte Fragebögen sowie klinische Tests vorgestellt, mit denen diese Aspekte auch im Klinikalltag systematisch erfasst werden können. Darüber hinaus war ein wichtiges Thema, wie die Mobilität durch eigene Übungen, Physiotherapie und Rehasport erhalten bzw. weiter verbessert werden kann.
„Die Veranstaltung bot eine gute Möglichkeit, sich mit den Kollegen auszutauschen und neueste Erkenntnisse zu diskutieren. Dieses Wissen bietet für die Teilnehmer eine Grundlage, um die Patientenversorgung in Zukunft dahingehend noch stärker auszubauen und zu verbessern“, berichtet Prof. Braun.

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