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Alterstrauma-Zentrum Marien Hospital Herne zertifiziert

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 18.01.18

Prof. Godolias, Direktor des Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie hat die Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation gemeinsam mit dem Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie der St. Elisabeth Gruppe als Zentrum für Alterstraumatologie zertifiziert. Beide medizinischen Abteilungen gehören zur St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr.

Mit dieser Zertifizierung wird die enge und fachkompetente Kooperation der geriatrischen und unfallchirurgischen Abteilungen bestätigt. Gemeinsam optimieren die Experten die spezialisierte medizinische Versorgung älterer Trauma-Patienten. Geriatrische Patienten leiden häufig an mehreren altersspezifischen Erkrankungen wie Herzschwäche, Diabetes, Ernährungsstörungen oder Störungen in der Motorik. „Bei einem Knochenbruch müssen solche Patienten nicht nur unfallchirurgisch, sondern auch geriatrisch behandelt werden“, erklärt Prof. Wirth, Direktor der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation im Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum.

So wird neben der unfallchirurgischen Versorgung des Patienten, zum Beispiel nach einem Knochenbruch, ein umfassendes Screening vorgenommen – etwa im Hinblick auf das Sturzrisiko und Delirrisiko. Zudem werden das Dekubitusrisiko und vieles mehr getestet. Bei einem Delir liegt eine vorübergehende Störung der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, des Denkens, des Gedächtnisses und des Schlafrhythmus vor. Diese treten bei bestimmten Erkrankungen besonders häufig auf. Je älter ein Mensch ist, desto höher ist generell das Risiko für ein Delir. Ein Dekubitus kann durch langfristiges Liegen entstehen. Hier werden die Blutgefäße in der Haut durch das eigene Körpergewicht zusammen gedrückt, so dass sich die Hautdurchblutung verschlechtert. Umgangssprachlich wird auch von Wundliegen oder Druckgeschwür gesprochen.

Zudem werden die Ernährungssituation des älteren Patienten, mögliche Wechselwirkungen eingenommener Medikamente sowie erste Anzeichen von Demenz erfasst. Wichtig ist, das relevante Begleiterkrankungen erkannt und in die unfallchirurgische Versorgung des Verletzten miteinfließen.
Mit der Zertifizierung wird bestätigt, dass die Behandlung alterstraumatologischer Patienten einem ganzheitlichen Behandlungskonzept folgt. „Ein wichtiger Aspekt ist dabei die gute Kommunikation unter den Fachkliniken und Experten. Durch den engen Informationsaustausch können wir schnellstmöglich operativ tätig werden, was sich positiv auf das Behandlungsergebnis und die Lebensqualität der Pateinten auswirkt“, ergänzt Prof. Godolias, Direktor des Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie der St. Elisabeth Gruppe.
Als zertifiziertes Alterstrauma-Zentrum gehört das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie gemeinsam mit der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation des Marien Hospital Herne zu den bundesweit 5 universitären Zentren in Deutschland und der Schweiz, die den strukturellen und inhaltlichen Anforderungen zur optimalen Versorgung von geriatrischen Trauma-Patienten erfüllen.

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