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Dekan der Al-Quds-Universität Jerusalem zu Besuch

Langfristige Kooperation und Austausch geplant

Klinikum Dortmund gGmbH am 18.07.18

Als Dank für ihre Mühen überreichte Dr. Samir Namura (Mitte) dem Klinikdirektor
der Frauenklinik Prof. Dr. Thomas Schwenzer (links) sowie Sabine
Heikel aus der Personalabteilung (rechts) ein Relief der Stadt Jerusalem.

Nach einer sehr erfolgreichen Hospitation im letzten Jahr dürfen vier weite-re Studenten aus Dura, einer palästinensischen Stadt nahe Jerusalem, ab Juli am Klinikum Dortmund hospitieren. Der Dekan der Al-Quds-Universität Jerusalem, Dr. Samir Namura, war am Dienstag, 26. Juni 2018, zu Gast im Haus. Ziel des Besuches war, die Kooperation langfristig zu ermöglichen.

Um die Beziehungen zur Stadt und zum Klinikum Dortmund weiter auszubauen, ist Dr. Samir Namura extra aus Palästina angereist. „Für die Hospitationsmög-lichkeiten bin ich sehr dankbar“, sagt Dr. Namura. „Wir hoffen, dass unsere Stu-denten nach dem Aufenthalt im Klinikum dabei helfen können, die medizinische Situation in Palästina zu verbessern.“

Diese Hoffnung entstand bereits vor einem Jahr, als Prof. Dr. Schwenzer, Direk-tor der Frauenklinik, die erste Hospitantin aus Palästina betreute. Mariana Awada erhielt am Klinikum Dortmund den ausschlaggebenden Impuls für ihre Fachar-beit. Ihr selbstgesetzter Schwerpunkt Wassergeburt löste große Neugierde in ihrer Heimat aus. Wassergeburten gelten in Palästina als Innovation und werden bislang nicht praktiziert.

Als Folge entstand an der Al-Quds-Universität ein reges Interesse an Hospitati-onsplätzen im Klinikum Dortmund. Sowohl Prof. Dr. Schwenzer als auch Dr. Namura wünschen sich die Institutionalisierung der Kooperation. Zudem soll ein Austauschprogramm unter bereits praktizierenden Medizinern aus Dura und dem Klinikum Dortmund initiiert werden. „Ich würde da sogar mitmachen. Woran wir jetzt arbeiten müssen, ist die Organisation“, so Prof. Dr. Schwenzer.
Den ersten Kontakt zur Stadt Dortmund baute Dekan Dr. Namura vor drei Jahren auf, als er noch Bürgermeister der Stadt Dura war. Unter anderem unterhält er Beziehungen zu Oberbürgermeister Ullrich Sierau und der Auslandsgesellschaft Dortmund. Seit 2017 ist er Dekan der Al-Quds-Universität, der einzigen arabi-schen Universität in Jerusalem. Die Hospitationen am Klinikum Dortmund werden über die palästinensische Gemeinde Dortmund organisiert.

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