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Förderatlas zum Drittmittelerfolg

Ruhr-Universität in Chemie und Bauwesen auf Spitzenplätzen

Ruhr-Universität Bochum am 05.07.18

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat den Förderatlas 2018 herausgegeben. In vielen ihrer forschungsstarken Disziplinen hat sich die Bochumer Universität im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung deutlich verbessert.

Im Förderatlas 2018 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ist die Ruhr-Universität Bochum (RUB) in den Fachgebieten Chemie und Bauwesen auf den Spitzenplätzen vertreten. Auch in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik belegt die RUB einen Platz in den Top Ten; deutlich im Ranking geklettert ist sie außerdem im Bereich Elektrotechnik, Informatik und Systemtechnik. Fächerübergreifend machte die Ruhr-Universität vor allem bei den Förderungen durch den Europäischen Forschungsrat ERC einen Sprung.

Sehr positiv schneidet die RUB auch in der Langzeitperspektive der Förderung von Sonderforschungsbereichen ab: Wie kaum ein anderer Standort in Deutschland versammelt sie Forschungsexpertise über die ganze fachliche Bandbereite von den Natur- und Ingenieurwissenschaften über die Lebenswissenschaften bis hin zu den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. An der Ruhr-Universität laufen und liefen 26 Sonderforschungsbereiche seit Einführung dieses Förderinstruments.

Den Förderatlas veröffentlichte die DFG am 5. Juli 2018. Er enthält Kennzahlen zur öffentlich finanzierten Forschung in Deutschland. Die achte Ausgabe enthält Daten für den Zeitraum von 2014 bis 2016. Das vollständige Dokument ist auf den Webseiten der DFG abrufbar.

Größter Zuwachs im Bereich Chemie an der RUB

Im Fachgebiet Chemie ist die RUB diejenige Einrichtung, deren DFG-Bewilligungsvolumen im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung am stärksten zugenommen hat. Im Förderatlas 2015 hatte die Bochumer Universität mit einem Fördervolumen von 14,3 Millionen Euro noch Platz sechs belegt; in der aktuellen Ausgabe liegt sie mit 20,5 Millionen Euro auf Platz zwei. In dem Bereich ist seit 2012 das Exzellenzcluster Ruhr Explores Solvation (https://solvation.de) verortet, das mittlerweile ein Profilschwerpunkt innerhalb der Universitätsallianz Ruhr ist.

Spitzenreiter im Bereich Bauwesen und Architektur

Wie schon bei der vorherigen Erhebung belegt die RUB auch im aktuellen Förderatlas Platz eins in der Liste der höchsten DFG-Bewilligungen im Bereich Bauwesen und Architektur. Das Fördervolumen, das Bochumer Forscherinnen und Forscher 2014 bis 2016 einwarben, betrug in diesem Bereich 10 Millionen Euro. Im Vergleich zum Förderatlas 2015 war das ein Anstieg um rund eine Million Euro.

Im Fachgebiet Materialwissenschaft und Werkstofftechnik – auch ein gemeinsamer Profilschwerpunkt der drei Ruhrgebietsuniversitäten – blieb die RUB konstant und belegte erneut den sechsten Platz.

Dass die IT-Forschung an der RUB eine wachsende Rolle einnimmt, schlägt sich bereits für die Daten 2014 bis 2016 im Förderatlas 2018 nieder. Im Ranking der höchsten DFG-Bewilligungen für die Fächergruppe Informatik, System- und Elektrotechnik war die Ruhr-Universität im Förderatlas 2015 noch nicht in den Top 20 vertreten; im aktuellen Ranking belegt sie Platz 15.

Förderungen durch den Europäischen Forschungsrat

Deutlich zugelegt im Vergleich zum vorangegangenen Berichtszeitraum hat die Ruhr-Universität bei der Förderung durch den Europäischen Forschungsrat. Der Förderatlas listet die am häufigsten von ERC-Geförderten gewählten Hochschulen auf, wobei die RUB im fächerübergreifenden Vergleich Platz acht belegt. Im 2015er-Förderatlas war die Ruhr-Universität noch nicht unter den Top 20.

Aktuell laufen an der RUB drei ERC Advanced Grants in den Bereichen Solvatationsforschung, IT-Sicherheit und Pflanzenphysiologie. Hinzu kommen drei Consolidator Grants sowie fünf Starting Grants und eine Starting-Grant-Beteiligung.

Universitätsallianz Ruhr: viertstärkste Wissenschaftsregion

Der Förderatlas 2018 belegt zudem, dass das Ruhrgebiet eine der stärksten Wissenschaftsregionen Deutschlands ist: Mit 327 Millionen Euro DFG-Fördermitteln im Zeitraum 2014 bis 2016 liegt es bundesweit auf Rang vier hinter Berlin, München und der Region Unterer Neckar. Über 90 Prozent der Mittel verteilen sich auf die drei Partner der Universitätsallianz Ruhr: die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen.

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