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Marien Hospital Herne bot Einblicke in die Point-of-Care Diagnostik

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 26.11.18

Prof. Dr. Ulrich Frey, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin, Schmerz- und Palliativmedizin im Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (l.) und der Leitender Oberarzt Dr. Philipp Faßbender (r.) informierten über die Möglichkeiten der patientennahen Labordiagnostik.

Am vergangenen Samstag folgten zahlreiche Teilnehmer der Einladung von Prof. Dr. Ulrich Frey, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin, Schmerz- und Palliativmedizin im Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, zu der Fortbildungsveranstaltung „Management perioperativer Blutungen mittels Point-of-Care Diagnostik“. Medizinische Experten informierten über den Einsatz von patientennaher Schnelldiagnostik.

Besondere Bedeutung hat die Point-of-Care Diagnostik in der Anästhesie und Intensivmedizin. Hierbei handelt es sich um Laboruntersuchungen, die nicht im Labor, sondern direkt am Patienten, z. B. im OP oder auf der Station durchgeführt werden können. Die Blutgerinnung kann bei Patienten durch erworbene Gerinnungsstörungen z. B. durch schwere Blutungen bei Schwerverletzen oder durch angeborene Gerinnungsstörungen erschwert werden und zu einem hohen Blutverlust führen. Das kann den Verlauf einer Operation negativ beeinflussen. Mithilfe der Point-of-Care Diagnostik können Blutgerinnungsstörungen sowie der Blutgerinnungszustand in unmittelbarer Nähe des Patienten bestimmt werden. Auf der Basis der Ergebnisse kann die Ursache der Gerinnungsstörung frühzeitig identifiziert und eine auf den Patienten abgestimmte Therapie entwickelt werden.

Im Rahmen der Fortbildung wurden in Fachvorträgen die theoretischen Grundlagen der Point-of-Care Diagnostik vorgestellt. Die Teilnehmer hatten außerdem die Gelegenheit, unter Anleitung erfahrener Kollegen im Hands-on-Training einen Einblick in die Diagnostik und Therapie von Gerinnungsstörungen zu erhalten. Dabei wurden auch die Möglichkeiten und Grenzen der Point-of-Care Diagnostik diskutiert. „Der Vorteil dieser patientennahen Labordiagnostik ist die unmittelbare Nähe zum Patienten sowie die schnelle Verfügbarkeit der Ergebnisse. Das ist insbesondere in Notfallsituationen wichtig, in denen schnelle Entscheidungen getroffen werden müssen. Das ermöglicht eine effektive auf den Patienten abgestimmte Behandlung und damit eine Verbesserung der Patientenversorgung“, so Prof. Frey.

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