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Liebe und Partnerschaft – mehr als Hochzeitsglocken, Bettgeschichten und Nachwuchs

Symposium der LWL-Universitätsklinik Bochum für Psychosomatische Medizin überzeugt mit abwechslungsreichem Vortragsprogramm

LWL-Universitätsklinikum Bochum am 11.12.18

Vorträge vor vollbesetztem Saal: Das diesjährige Tagungsthema „Liebe und Partnerschaft“ zog ein großes interessiertes Fachpublikum an. (Bildquelle: Sommer/LWL)

Das Thema „Liebe und Partnerschaft“ bewegt die Menschheit: Frauen wie Männer, Therapeuten wie Anwälte, Künstler wie Literaten. Und auch die Wissenschaft. Über eines der stärksten Gefühle, aber auch anspruchsvollsten Beziehungsgestaltungen ging es am vergangenen Wochenende (7./8. Dezember) auf dem 26. Wissenschaftlichen Symposium für Psychotherapie der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikums Bochum im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Die Vortragenden sprachen vor ausverkauftem Haus.

Klinikdirektor Prof. Stephan Herpertz zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Unser Themenprogramm zur Liebe und Partnerschaft hat unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Es reichte von der ewigen Liebe über die Sexualität bis hin zum unheilvollen oder auch heilvollen Ende einer Beziehung mit Trauer und Enttäuschung.“ Für Abwechslung und Spannung sorgten Vorträge wie „Liebe ohne Wenn und Aber – Können wir Scheidung verhindern?“, „Geht die Liebe, wenn die Kinder kommen? Die Glut unter der Asche wieder entzünden“, „Romantische Liebesideale in Twilight und Shades of Grey“ oder „Sexualität im digitalen Zeitalter“. Mediziner, Psychologen, Soziologen, Literaturwissenschaftler verschiedener deutscher Hochschulen, Kliniken und Institute waren angereist, um zu diskutieren und sich fachlich auszutauschen. „Das Thema wird in einer Zeit, in der viele Ehen geschieden werden, aktuell bleiben“, so Stephan Herpertz. „In unserer therapeutischen Arbeit geht es letztlich immer um Bindung, Beziehung, Trennung, Trauer und Schmerz. Unsere Aufgabe ist es zuzuhören und mit den Betroffenen eine Perspektive mit oder ohne Partnerin bzw. Partner herauszuarbeiten.“

Die Vorträge des Symposiums werden voraussichtlich im Sommer 2019 in einer Ausgabe der Fachzeitschrift „Nervenheilkunde“ erscheinen.

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