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Niere im Fokus

6. Nephro Update informierte über Erkrankungen und neueste Behandlungsmöglichkeiten

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 12.04.19

Am vergangenen Donnerstag, den 11. April 2019, drehte sich im Hörsaal des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum erneut alles um die Niere. Prof. Dr. Timm Westhoff, Direktor der Medizinischen Klinik I, hat im Rahmen des 6. Nephro Update Ruhr-Universität zusammen mit weiteren Fachexperten über aktuelle Erkenntnisse in der Nephrologie, Hypertensiologie und Transplantationsmedizin informiert.

Prof. Dr. Timm Westhoff, Direktor der Medizinischen Klinik I – Allgemeine Innere Medizin, Nephrologie und Hypertensiologie, Gastroenterologie und Pneumologie des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (2.v.r.), gab gemeinsam mit weiteren Fachexperten ein Update zum Thema Nierenerkrankungen und deren Behandlung.

Die Niere ist ein paarig angelegtes Organ des Harnsystems, dass die lebenswichtigen Eiweiße im Blut hält sowie Endprodukte des Stoffwechsels und Giftstoffe über den Harn aus dem Körper ausscheidet. Liegt jedoch eine Erkrankung wie die fokal segmentale Glomerulosklerose (FSGS) vor, kann dieses körpereigene Filtersystem diese wichtigen Aufgaben nicht mehr erfüllen. „Die FSGS umfasst eine Gruppe chronischer Nierenerkrankungen, die dazu führen, dass die Nierenfunktion mit der Zeit immer weiter nachlässt. Sind schließlich mehr als ca. 90 Prozent der Funktion verloren, muss ein Nierenersatzverfahren eingeleitet werden“, berichtet Prof. Westhoff. Welche Verfahren zur Verfügung stehen und welche neuen Entwicklungen es in diesem Bereich gibt, war Gegenstand der Veranstaltung. Darüber hinaus standen verschiedene nephrologische Meilensteinstudien des vergangenen Jahres sowie das Thema Schwangerschaft nach einer Nierentransplantation im Fokus.

In weiteren Vorträgen wurden außerdem die aktuellen Entwicklungen im Transplantationszentrum sowie neue Behandlungsleitlinien des sogenannten familiären Mittelmeerfiebers thematisiert. Beim familiären Mittelmeerfieber handelt es sich um ein Krankheitsbild, das vor allem bei Personen aus dem Mittelmeerraum auftritt und sich häufig durch immer wiederkehrende Fieberschübe mit Bauchschmerzen zeigt. Aber auch Entzündungen, Brust- und Gelenkschmerzen sowie Hautausschlag können Symptome sein. Unbehandelt kann aus dieser genetischen Erkrankung eine Amyloidose entstehen. Darunter versteht man spezielle Ablagerungen in Organen wie der Niere, die zu Fehlfunktionen oder Organversagen führen können.

„Ich freue mich, bereits zum sechsten Mal Gastgeber dieser Veranstaltung zu sein. Der Dialog mit den Fachkollegen ist stets eine große Bereicherung, denn der Austausch über die neuesten Erkenntnisse in der Prävention, Diagnostik und Therapie von Nieren- und Hochdruckerkrankungen ist wichtig, um die Behandlung der Patienten immer weiter zu optimieren.“

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