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Vom Modellprojekt zum erfolgreichen Kompetenzzentrum

Zentrum für ambulante Rehabilitation (ZaR) Münster feiert 20-jähriges Jubiläum

St. Franziskus-Stiftung Münster am 09.09.19

Feierten gemeinsam mit Gästen und Mitarbeitern das 20-jährige Jubiläum des ZaR (v.l.): Dr. Ingo Liebert, Geschäftsführer ZaR, Leopold Lauenstein, Geschäftsführer Herz-Jesu-Krankenhauses Hiltrup, Michael von Helden, Kfm. Direktor Evangelisches Krankenhaus Johannisstift Münster, Burkhard Nolte, Geschäftsführer St. Franziskus-Hospital, Christoph Wolters, Geschäftsführer ZaR, Wendela-Beate Vilhjalmsson, Bürgermeisterin Stadt Münster, Achim Schäfer, Geschäftsführer Karl-Hansen-Klinik GmbH, Thomas Keck, Erster Direktor DRV Westfalen, Hartmut Hagmann, Regionalgeschäftsführer Alexianer Misericordia GmbH sowie Klaus Abel, Geschäftsführer St. Franziskus-Hospital.

Mit rund 120 Gästen und Mitarbeitern wurde jetzt das 20-jährige Jubiläum des Zentrums für ambulante Rehabilitation (ZaR) gefeiert. Das ZaR ist eine Gemeinschaftseinrichtung aller Münsteraner Krankenhäuser, die mit maßgeblicher Unterstützung der Deutschen Rentenversicherung Westfalen (DRV) gegründet wurde. Ein solches Konzept der ambulanten Rehabilitation und Prävention war bei der Gründung 1999 einzigartig und gilt bis heute bundesweit als beispielhafte Kooperation der Krankenhäuser einer Stadt. Die kontinuierlich gestiegenen Patientenzahlen spiegeln den Erfolgskurs wider.

Eingeleitet wurden die Feierlichkeiten von Christoph Wolters, Geschäftsführer des ZaR, der neben zahlreichen Gästen aus dem Bereich der Politik und der Gesundheitswirtschaft auch langjährige Kooperationspartner sowie Vertreter von Kostenträgern begrüßen konnte.
In seiner Rede blickte Leopold Lauenstein, stellvertretender Vorsitzender der ZaR-Gesellschafterversammlung und Geschäftsführer des Herz-Jesu-Krankenhauses Hiltrup, auf die Anfänge im September 1999 zurück. „Zunächst als Modellprojekt gestartet, hat sich unser Rehabilitations- und Präventionszentrum über die Jahre erfolgreich weiterentwickelt. Auch zukünftig wollen wir unsere Kompetenz am Gesundheitsstandort Münster weiter ausbauen“. Mit den stetig wachsenden Patientenzahlen ist ein gestiegener Platzbedarf verbunden. Diesem wurde mit zwei Anbauten Rechnung getragen – die Nutzungsfläche wurde von 2.500 auf 7.400 Quadratmeter vergrößert. Durch den zweiten Neubau sind seit 2015 berufsorientierte Rehabilitationsmaßnahmen möglich, d.h. Patienten können körperliche Belastungen und Fähigkeiten für die Arbeit unter berufsnahen Bedingungen wiederherstellen. Die nächste bauliche Erweiterung ist bereits in Planung. Anfangs wurden rund 50 Patienten behandelt, heute sind es ca. 250 Patienten täglich. 180 Mitarbeitende sind im ZaR tätig, bei denen sich Wolters bedankte: „Diese erfreuliche Entwicklung war nur möglich dank unserer Mitarbeiter, die täglich mit großem Engagement für unsere Patienten im Einsatz sind“.

Als NRW-weit erstes ambulantes Rehabilitationszentrum ist das ZaR Münster zunächst mit den drei Behandlungsbereichen Orthopädie, Kardiologie/Angiologie sowie Neurologie gestartet. Später wurde das Leistungsangebot um die onkologische und psychosomatische Rehabilitation ergänzt. Zudem haben die Verantwortlichen ein Medizinisches Versorgungszentrum am ZaR mit Fachpraxen für ambulante Neuropsychologie sowie Physikalischer und Rehabilitativer Medizin gegründet und den Bereich „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ aufgebaut. Neben dem umfassenden medizinischen und therapeutischen Angebot ist vor allem die Trägerstruktur besonders: Alle Münsteraner Krankenhäuser haben sich als Gesellschafter zusammengeschlossen und bilden mit weiteren Partnern aus dem Gesundheitswesen ein regionales, zielorientiertes Netzwerk. „Dadurch wird ein Wissens- und Erfahrungsaustauch zwischen den Kliniken und dem ZaR ermöglicht und nutzbringend für die Patienten eingesetzt“, erklärt Lauenstein in seiner Ansprache.
Als Vertreterin der Stadt beglückwünschte Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson die Einladenden zu der erfolgreichen Arbeit der vergangenen Jahre: „Die Entwicklung des ZaR ist beispielhaft. Es ist aus der hiesigen Gesundheits- und Wirtschaftsregion nicht mehr wegzudenken“.
Die wohnortnahe ambulante Rehabilitation kommt dem Wunsch vieler Menschen nach, für eine Reha-Maßnahme in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben. Das ist besonders effektiv: So kann das Erlernte direkt im Alltag eingesetzt werden. Zudem können die Familienangehörigen täglich einbezogen werden und auch bei der beruflichen Wiedereingliederung ist die Nähe von Rehabilitationseinrichtung und Arbeitsplatz ein entscheidender Vorteil: Die engen Kontakte zu Betrieben, betriebsärztlichen Diensten und anderen sozialen sowie beruflichen Leistungsträgern ermöglichen eine effektive Betreuung während der Wiedereingliederung. Insgesamt profitiert der Patient im ZaR von der engen Kooperation aller Beteiligten: „Die Schnittstellen zwischen behandelnden Arzt, Krankenhaus, Rehabilitation und nachsorgenden Maßnahmen werden durch das Netzwerk im ZaR stark reduziert, sodass eine optimal abgestimmte Therapie für die Patienten möglich ist“, ergänzte Thomas Keck, Erster Direktor der DRV Westfalen.

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