Wir können Gesundheit

Der Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre 2019

Ein virtueller Schlaftrainer, eine smarte Organisationshilfe für Krankenhäuser und eine Plattform zur schnellen Therapeutensuche sind die Sieger

Universität Witten/Herdecke am 07.11.19


Unter dem Motto „Everyday’s Health Heroes – Gesundheit. Selbstbestimmt. Leben.“ wurde am 5. November der 5. Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre verliehen. Der mit 10.000 € dotierte Pitch-Wettbewerb fördert Visionär*innen und Startups mit digital gestützten Innovationen im Gesundheitssektor. Im Fokus des diesjährigen Themas standen Held*innen des Alltags, welche mit smarten Lösungen daran arbeiten, Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen die Möglichkeit zu bieten, ihren Alltag so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten und so Autonomie und Lebensqualität zu fördern. Das Startup Mementor setzte sich mit seinem virtuellen Schlafcoach Meinolf und einem Online-Training für besseren Schlaf dabei gegen acht weitere Teams durch. Den zweiten Platz belegte das Smart-Hospital Startup Simplinic. Der dritte Platz wurde an Gruppenplatz verliehen. Zusätzlich wurde Simplinic mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Als Finalisten waren neun innovative Startups an der Universität Witten/Herdecke zusammengekommen, um vor einer Jury aus den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Wissenschaft sowie einem Publikum aus Expertinnen und Experten, Studierenden und vielen Gästen ihre Ideen zu präsentieren. “Das war ein starker Wettbewerb. Es ist uns nicht leicht gefallen, die Preisträgerinnen und Preisträger unter so vielen zukunftsweisenden Ideen auszuwählen”, war sich die Jury unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko am Ende einig.

Im Anschluss an die Preisverleihung nutzten Startups, Jurymitglieder, Initiativen der Universität und das Publikum die Netzwerk-Veranstaltung sowie die Feierlichkeiten zum 5. Jubiläum des Events am Abend zum gegenseitigen Austausch von Ideen, Meinungen und Feedback. Karen Walkenhorst, Vorständin der Techniker Krankenkasse und Mitglied der diesjährigen Jury zum Event: “Hier trifft ein professioneller Rahmen auf Raum für ein sehr menschliches Miteinander.”

Den ersten Platz und damit 5.000 Euro Preisgeld sicherte sich das Startup Mementor aus der Schweiz. Das von Schlafforschern entwickelte Online-Training mementor somnium hilft nachweislich, Schlafstörungen zu bewältigen. Der Mitgründer Alexander Rötger zeigte sich glücklich: “Das war ein spannender Wettbewerb und eine rundum schöne Veranstaltung. Wir freuen uns sehr, als Helden des Alltags wahrgenommen zu werden und die Gesundheitsvisionäre 2019 sein zu dürfen!”

Mit dem zweiten Platz und einem Preisgeld von 3.000 Euro wurde das Startup Simplinic aus Berlin mit Tobias Meixner und Steffen Geyer ausgezeichnet. Simplinic bringt das „Internet der Dinge“ (IOT) ins Krankenhaus und schafft eine grundlegende Infrastruktur für ein offenes und innovationsfreundliches Netzwerk im Krankenhausalltag. So wird transparent, wo wichtige Geräte, wie Schwerlastbetten, Rollstühle oder Infusionspumpen stecken – und zwar in Echtzeit mit Ortsangabe. Wenn Koordinierung weniger Zeit frisst, sorgt das für bessere Behandlungsergebnisse und Zufriedenheit bei Pflegenden, Ärzt*innen und Patient*innen.

Der dritte Platz mit einem Preisgeld von 2.000 Euro wurde an Sonja Schmalen von Gruppenplatz verliehen. Die digitale Plattform der Dr. Becker eHealth GmbH unterstützt einerseits psychisch Erkrankte durch gezielte Information, eine Umkreissuche und Kontaktmöglichkeiten beim Auffinden einer Psychotherapiegruppe. Andererseits unterstützt Gruppenplatz.de Psychotherapeuten*innen bei der Organisation. Die zeitaufwendigen Anrufe zu Therapiezeiten und freien Plätze entfallen – Therapieanfragen und Terminvereinbarungen können rund um die Uhr bequem online gestellt werden.

Der Publikumspreis, ein Workshop mit dem Juror Harm van Maanen, wurde nach den Pitches live vom Publikum digital abgestimmt und an das Startup Simplinic vergeben. “Dass wir auch das Publikum überzeugen konnten, freut uns natürlich besonders!”, sagte Steffen Geyer.“Passend zum fünfjährigen Jubiläum haben wir noch einen ganz besonderen Preis in Petto: Ermöglicht durch das Wirtschaftsministerium des Landes NRW dürfen die Gewinner der ersten drei Plätze ihre Innovation auf der Medica Medizin-Messe 2019 in Düsseldorf präsentieren”, verkündete Benjamin Waldow vom Organisationsteam.

Ausgerichtet wurde das Event auch in diesem Jahr von einem interdisziplinären, studentischen Organisationsteam. Ann-Sophie Plaack (23, Medizin), Ben Waldow (26, Philosophie, Politik und Ökonomie), Len-Julian Liebelt (24, Psychologie), Leona Schupp (22, Medizin) und Leonor Bloch (24, Management) berichten begeistert: “Der Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre 2019 war ein sehr spannender Wettbewerb der Ideen. Das Event bot für alle Interessierten eine inspirierende Plattform, um sich über die Zukunft der Gesundheitsversorgung auszutauschen. Bereits bei den Bewerbungen der Startups waren wir beeindruckt, wie vielfältig die Visionen zur Förderung von Selbstbestimmung und Autonomie im Gesundheitswesen sind und wie sie die Lebensqualität bereichern können. Großartig war dann, die Bandbreite und Umsetzung der Projekte live zu sehen und zu testen. Für uns als Team war die Organisation eine lehrreiche und tolle Zeit mit viel Spaß, von der wir alle sehr profitieren.”

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