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Pflege in anderen Kulturen

Auszubildende der Krankenpflegeschule absolvieren Praxiseinsatz in Indien

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 18.12.19

(v.r.) Gemeinsam mit Sabine Dreßler, Leitung Krankenpflegeschule der St. Elisabeth Gruppe, absolvieren die Auszubildenden Katharina Sophie Friend, Celina Linke, Anette Albeluhn und Melina Schirra einen Praxiseinsatz in Indien.

Über 7.000 Kilometer trennen Herne vom indischen Kothamangalam. Eine andere Religion, andere Gebräuche und auch ein anderer Umgang in der Pflege Kranker prägen die Stadt im Süden Indiens. Vier Auszubildende der Krankenpflegeschule der St. Elisabeth Gruppe wollen sich die Pflegesituation genauer ansehen und absolvieren einen Praxiseinsatz in einem dortigen Krankenhaus.

Ein anderes Verständnis von Krankheit

Die Reise führt vier Auszubildende der Krankenpflegeschule in das St. Joseph Hospital nach Kothamangalam, einer überwiegend christlich geprägten Region. Einflüsse des Hinduismus sind auch dort zu spüren. „Durch den hinduistischen Hintergrund bedeutet krank zu sein in Indien etwas ganz anderes als hier. Für Hindus gilt Krankheit als eine Bestrafung für etwas, das sie in einem früheren Leben falsch gemacht haben“, erklärt Katharina Friend. Die vier Auszubildenden sind in ihrem 2. Ausbildungsjahr in der Gesundheits- und Krankenpflege bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und bereiten sich derzeit intensiv auf die anstehende Reise vor. „Die Patienten werden von ihren Angehörigen gepflegt. Die Grundpflege, wie wir sie kennen, entfällt also“, erläutert die 22-Jährige weiter.

Praktischer Einsatz im indischen Krankenhaus

Drei Wochen lang werden die Auszubildenden während ihres praktischen Einsatzes in dem indischen Krankenhaus eingesetzt und arbeiten dort in unterschiedlichen Abteilungen und Fachbereichen. „Wie auch in den Praxiseinsätzen hier, werden die Vier bei allen pflegerischen Tätigkeiten angeleitet, übernehmen die Kommunikation mit Patienten und Angehörigen und Begleiten die Patienten zu therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen. Natürlich immer in Begleitung einer Fachkraft“, erläutert Sabine Dreßler, Leitung der Krankenpflegeschule der St. Elisabeth Gruppe. Neben der Bearbeitung von Lernaufgaben zu den Themen transkulturelle Pflege, bzw. Pflege- und Krankheitsverständnis in anderen Kulturen, werden die vier Azubis ein Reisetagebuch führen, um ihre Erlebnisse und Erkenntnisse nach ihrer Rückkehr auch an die Mitschüler weiterzugeben.

Besser vorbereitet auf Ausnahmesituationen

Ein bisschen Aufregung ist zwar vorhanden, doch die Vorfreude auf das Abenteuer überwiegt. „Natürlich macht man sich Sorgen, wie man zum Beispiel mit der englischen Sprache klar kommt“, sagt Anette Albeluhn. Alle sind sich aber einig, dass sie von ihrem Auslandseinsatz viel für ihren Alltag mitnehmen können. „Ich denke, man erhält einen anderen Blick auf Patienten anderer Kulturen“, so die 20-jährige Melina Schirra. „Auch auf Ausnahmesituationen, wie Sprachbarrieren, ist man dann besser vorbereitet und bleibt ruhiger“, ergänzt Celina Linke.

Elefanten, Tempel und indisches Essen

Nicht nur auf die Arbeit bereiten sich die Auszubildenden vor, auch die freie Zeit wird gemeinsam mit Schulleiterin Sabine Dreßler schon geplant. Schließlich kommt man nicht oft nach Indien. „Wir möchten gerne Elefanten sehen, Tempel, Märkte und Teeplantagen besuchen. Und natürlich freuen wir uns auf das Essen“, sind sich alle einig.

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