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Hilfen für Studierende mit psychischen Beeinträchtigungen

Kooperation zwischen der TU Dortmund und dem Klinikum Westfalen ermöglicht ein erfolgreiches Studium trotz Handicap

Klinikum Westfalen – Knappschaftskrankenhaus Dortmund am 10.02.20

Verwaltungsleiter Lukas Tacke (l.) und Dr. Anke Valkyser (r.) vom Klinikum Westfalen freuten sich zusammen mit der Prorektorin für Diversität an der TU Dortmund, Prof. Dr. Barbara Welzel (2.v.l.), Dr. Carsten Bender aus dem Bereich „Behinderung und Studium“ an der TU Dortmund (M.) und Dipl. Psych. Magarita Engerding von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (2.v.r.) über die Kooperation und das gelungene Symposium.

Aktuelle Studien zeigen, dass Studierende verstärkt mit psychischen Belastungen umgehen müssen. Etwa 17 Prozent leiden unter psychischen Erkrankungen. Dabei reicht die Spannweite von Lampenfieber und Prüfungsangst bis zu psychischen Beeinträchtigungen wie Depressionen, Psychosen oder Autismus. Vor diesem Hintergrund hat die TU Dortmund mit dem Klinikum Westfalen einen Kooperationsvertrag geschlossen. Gemeinsames Ziel ist es, Studenten mit psychischen Beeinträchtigungen ein erfolgreiches Studium zu ermöglichen.

Zusammen will man professionelle Strukturen aufbauen und Betroffenen kurzfristige Termine für Erstgespräche zur Diagnostik sowie eine anschließende Behandlung anbieten. Und: „Wenn unsere Patienten an die Uni zurückkehren oder ein neues Studium aufnehmen möchten sorgt die TU für angepasste Rahmenbedingungen und einen Nachteilsausgleich“, erklärte die Leiterin der Psychiatrischen Institutsambulanz am Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund, Dr. Anke Valkyser, für das Klinikum Westfalen. Im Rahmen eines großen Symposiums an der TU wurde die Kooperation jetzt einem Fachpublikum vorgestellt und mit viel Lob bedacht. Ergänzend gab es Experten-Vorträge zu den Themen Angsterkrankungen / Prüfungsangst, Prokrastination (Aufschiebe-Verhalten) und Autismus. In einem sehr beeindruckenden Erfahrungsbericht schilderte schließlich ein Betroffener die Problematik eines Studiums mit psychischer Beeinträchtigung. Sein Fazit am Ende des Symposiums lautete: „Wie gut, dass es diese Kooperation gibt, durch die man sich leicht und schnell helfen lassen kann.“

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