Wir können Gesundheit

22 Lehrer*innen nahmen an digitalen Workshops teil

Hochschule für Gesundheit am 04.02.21

hsg-Vertretungsprofessorin Dr. Nicole Ramacher-Faasen sprach in ihrem Workshop über die Wichtigkeit des Arbeitsgedächtnisses im Lernprozess. Foto: hsg Bochum

Am 25. und 27. Januar 2021 hat der Studiengang Logopädie der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) zum zweiten Mal Workshops für Lehrer*innen von weiterführenden Schulen angeboten. Die Workshops zu den Themen ‚Die Wichtigkeit des Arbeitsgedächtnisses im Lernprozess‘ unter der Leitung von Vertretungsprofessorin Dr. Nicole Ramacher-Faasen sowie ‚Gesundes Sprechen im Lehrer*innenberuf als Herausforderung, Diskussions- und Beratungsplattform‘ unter der Leitung von Steffen Glückselig, Lehrkraft für besondere Aufgaben im Studienbereich Logopädie, fanden im digitalen Setting statt. Nachdem im März und Juni 2020 zwei Auftaktveranstaltungen zu den Themen ‚Umgang mit LRS, Lese-Rechtschreib-Störung, Entwicklungsdyslexie im schulischen Alltag‘ (bereits im digitalen Format) sowie ‚Wirksam, gesund und laut- Sprechen im schulischen Alltag‘ (in Präsenz) angeboten wurden, wurde seitens der Teilnehmer*innen gewünscht, diese Reihe fortzusetzen.

Beide Workshops waren auch in diesem Jahr sehr gut besucht und ausgebucht, sodass pro Workshop zehn beziehungsweise zwölf Lehrer*innen teilnahmen. In beiden Workshops wurde von Lina Frels, Organisatorin der Veranstaltungen und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Logopädie, ein Impulsvortrag zum Studiengang Logopädie und eine Kurzeinführung zur hsg Bochum gegeben.

In dem Workshop von Nicole Ramacher-Faasen wurde Fachwissen zum Arbeitsgedächtnis beim Lernprozess von Schüler*innen in einem Vortrag vermittelt. Dabei veranschaulichte Ramacher-Faasen durch konkrete praxisnahe Beispiele wie Teilleistungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen durch Lehrer*innen erkannt werden können. Nicole Ramacher-Faasen: „Viele Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene mit Sprach- und / oder Teilleistungsstörungen zeigen Probleme beim Rechnen, Lesen, Schreiben oder Sprechen und haben Schwierigkeiten, Wissen zu speichern und folglich abzurufen. Das macht sich im Besonderem im Schulalltag bemerkbar, sodass es zu Misserfolgen kommen kann und Kinder gegebenenfalls die Schullaufbahn nicht regulär durchlaufen können. Daher ist es immens wichtig, dass dies frühzeitig erkannt wird und die Kinder logopädisch unterstützt werden können. Aus diesem Grund sind Lehrer*innen wichtige Ansprechpartner*innen, um auch den schulischen Kontext in der Therapie mit einbeziehen zu können“.

Der Workshop von Steffen Glückselig wurde als offener Austausch mit fachlicher Beratung der Lehrer*innen angeboten. Entlang eines strukturierten Vortragsskripts konnten sich die Teilnehmer*innen über sprecherische Belastungen im Berufsalltag verständigen. Darüber hinaus konnten sie ausgewählte Übungselemente, zum Beispiel zur Lockerung des Unterkiefers, medienvermittelt selbst ausprobieren. Zur Sprache kamen Themen wie ‚Lockerung, physiologische Atmung und Stimmgebung trotz Sprechanstrengung‘. Ebenfalls diskutiert wurden spezifische sprecherische Herausforderungen, die im Zuge der COVID-19-Pandemie auftreten. Hierzu zählen unter anderem ‚Verständliches Sprechen trotz Maske‘ und ‚Kaltluft durch verstärktes Lüften im Klassenzimmer‘.

Steffen Glückselig: „Die Veranstaltung zeigte eine sehr große Resonanz und es kam zu differenzierten Nachfragen auf Seiten der Teilnehmer*innen. Lehrer*innen müssen im Berufsalltag vielfältige sprecherische Leistung erbringen, die die Stimme besonders fordern und auch überfordern können. Sie sind daher eine sehr wichtige Zielgruppe in der logopädischen Versorgung. Ein Beleg für das Interesse seitens der Lehrer*innen ist, dass es bereits Anfragen zur Fortführung des Angebots gab. Beim nächsten Mal hoffentlich wieder in Präsenz“.

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