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Doppelte Rezertifizierung für die Frauenklinik des Marien Hospital Herne

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 22.12.21

Kurz vor dem Jahreswechsel wurde die Frauenklinik des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum gleich doppelt rezertifiziert. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) bestätigte der „Dysplasie-Einheit“ und dem „Gynäkologisches Krebszentrum“ im Rahmen der Rezertifizierung die hohe Behandlungsqualität durch geschultes medizinisches Personal und technische Ausstattung für Behandlungsmöglichkeiten.

Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum unter der Leitung von Direktor Prof. Dr. Clemens Tempfer wurde als „Dysplasie-Einheit“ und „Gynäkologischen Krebszentrum“ durch die DKG rezertifiziert.

Als Dysplasie werden Zellveränderungen am Gebärmutterhals oder im Bereich des äußeren Genitals bezeichnet. Die Dysplasie gilt als Vorstufe des Gebärmutterhalskrebses, die Hauptursache ist das Humane Papillomavirus (HPV). Bei rund 4800 Frauen pro Jahr bricht die Krebserkrankung als Spätfolge einer Ansteckung mit bestimmten Typen von HPV aus.

Patientinnen mit Vorstufen einer Krebserkrankung werden in der „Dysplasie-Einheit“ bzw. Patientinnen mit einer Krebserkrankung im „Gynäkologischen Krebszentrum“ des Marien Hospital Herne von der Diagnose, über die Behandlung bis hin zur Nachbetreuung versorgt. Bereits seit 2016 ist die Klinik für Frauenheilkunde zertifiziert. Dies wurde nun erneut erfolgreich durch die DKG bestätigt. „Für unsere Patientinnen bedeutet das, dass wir ihnen auch weiterhin eine hohe Behandlungsqualität bieten, die sich an den aktuellsten Leitlinien zur bestmöglichen Versorgung von Patientinnen mit Krebs und deren Vorstufen orientiert“, erklärt Prof. Dr. Clemens Tempfer.

Personelle und technische Ausstattung

Für die Rezertifizierung wies die Klinik unter anderem die nötige Qualifikation des medizinischen Personals nach. „In einem gynäkologischen Krebszentrum muss neben speziell für die Onkologie geschulten Pflegekräften auch ein Sozialdienst und eine psychonkologische Betreuung gewährleistet sein“, erklärt der Direktor. Außerdem muss die personelle und technische Ausstattung für verschiedene Behandlungsmöglichkeiten belegt werden. Prof. Tempfer erklärt: „In unserer Dysplasie-Einheit werden jährlich über 500 Frauen mit Krebsvorstufen des Gebärmutterhalses, der Scheide und der Schamlippen mit den modernsten Therapieverfahren behandelt.“

Deutschlandweit gibt es rund 35 Dysplasie-Einheiten und 120 Gynäkologische Krebszentren. Das Gynäkologische Krebszentrum der Frauenklinik des Marien Hospital Herne ist zudem Teil des Ruhr-Universität Comprehensive Cancer Center (RUCCC), eines der modernsten Krebszentren in Deutschland.

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