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Onkologische Forschung in NRW gestärkt

Das CCCE installiert sechs neue Nachwuchsgruppen für personalisierte Krebsmedizin.

Universitätsmedizin Essen am 22.12.21

Das gemeinsame „Cancer Research Center Cologne Essen – CCCE“ des Westdeutschen Tumorzentrums (WTZ) am Universitätsklinikum Essen sowie des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln hat sechs neue Nachwuchsgruppen etabliert: zwei in Essen, zwei in Köln, eine in Aachen und eine in Bochum. Dies wurde möglich durch eine Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, das das CCCE sowie den landesweiten Aufbau eines „Exzellenznetzwerks Krebsmedizin“ unterstützt, um die patientenorientierte Forschung im Bereich der personalisierten Krebstherapie voranzutreiben.

Die anwendungsorientierte Krebsforschung der Universitätsklinika Essen und Köln ist seit drei Jahren im Rahmen des CCCE verbunden. Die beiden großen Onkologischen Spitzenzentren haben ihre Expertise gebündelt, um im nationalen und internationalen Wettbewerb schlagkräftig und sichtbar zu agieren.

Die Wissenschaftler*innen der Nachwuchsgruppen forschen in den Bereichen „Computergestützte Krebsbiologie“, „Translationale Immunonkologie“, „Medizinische Datenwissenschaften in der Onkologie“ und „KI-gesteuerte Therapien“. Diese Forschungsfelder sind zum Teil noch sehr jung, gelten aber als extrem vielversprechend.

Neben jeweils zwei Nachwuchsgruppen des CCCE in Essen und in Köln stellt die Ansiedelung von zwei weiteren Nachwuchsgruppen in Aachen und Bochum eine Vernetzung des CCCE mit weiteren universitätsmedizinischen Standorten des Bundeslandes her. 

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Wissenschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, sagt: „Die neuen Nachwuchsgruppen am CCCE bedeuten eine weitere Stärkung der exzellenten Krebsforschung in Nordrhein-Westfalen. Hervorragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler werden hier mit ihrer Expertise an zukunftsträchtigen Themen der onkologischen Forschung und Krebsmedizin arbeiten und neue Impulse geben. Mit den neuen Gruppen in Aachen und Bochum treibt das CCCE die landesweite Vernetzung und Einbindung aller Potentiale der Krebsforschung voran. So werden die wissenschaftliche Kompetenz in Nordrhein-Westfalen beim Kampf gegen die Volkskrankheit Krebs weiter erhöht und passgenauere Therapien und Prävention ermöglicht.“

Von links: Prof. Dr. Martin Schuler, Universitätsmedizin Essen, und Prof. Dr. Michael Hallek, Universitätsmedizin Köln

Die Forschung im CCCE soll in maßgeschneiderte, wirksame und nebenwirkungsarme Behandlungsansätze für Krebspatient*innen münden. Univ.-Prof. Dr. Martin Schuler, stellvertretender Direktor des WTZ Essen: „Entsprechend liegen hier die hochspezialisierten Themenfelder unserer Nachwuchsgruppenleiter. Sie bringen ihre einzigartigen Kompetenzen ins CCCE ein, um gemeinsam durch die intelligente Verknüpfung von klinischen und Versorgungsdaten ein signifikant gesteigertes Niveau der Personalisierung erreichen zu können.“ Der Direktor des CIO Köln, Univ.-Prof. Dr. Michael Hallek, ergänzt: „Unsere neuen Nachwuchsgruppen sind Ausdruck einer innovativen, sich vernetzenden interdisziplinären Krebsforschung. Wir sind zuversichtlich, dass sie nicht nur brillante Wissenschaft betreiben werden, sondern auch, dass wir sie gut auf die Arbeit in großen Forschungsverbünden vorbereiten können. In der Onkologie ist aktuell vieles in Bewegung und wir danken der Landesregierung, dass sie uns so gut unterstützt und NRW den medizinischen Fortschritt auch deshalb aktiv mitgestalten kann.“

 Folgende Nachwuchsgruppen wurden im Rahmen der CCCE-Förderung durch das Land eingerichtet:

Dr. Nima Abedpour – „Computational Systems Biology of Cancer“ (Universitätsmedizin Köln)

PD Dr. Dr. Jan Egger – „AI-guided Therapies“ (Universitätsmedizin Essen)

Dr. Melanie Fritsch – „Translational Immune Oncology“ (Universitätsmedizin Köln)

Dr. Michael Kamp – „Trustworthy Machine learning“ (Universitätsmedizin Essen und Fakultät für Informatik, Ruhr-Universität Bochum)

Dr. Kjong-Van Lehmann – „Computational Cancer Biology” (Universitätsmedizin Aachen)

Dr. Jörg Schlötterer – „Knowledge Extraction and Integration“ (Universitätsmedizin Essen)

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