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Besondere Profisportler-Studie

Ex-Fußballer Thorsten Legat wurde untersucht

Universitätsmedizin Essen am 18.02.22

Im NAKO-Studienzentren am Universitätsklinikum Essen werden die Untersuchungen für ein neues Forschungsprojekt mit prominenten Teilnehmern fortgesetzt. Im Rahmen des von der Deutschen Fußball Liga (DFL), dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), der gesetzlichen Unfallversicherung VBG und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts werden ehemalige Profifußballerinnen und Profifußballer untersucht, bei denen der Gesundheitsstatus nach der Karriere ermittelt werden soll. In dieser Woche war Ex-Profi-Thorsten Legat zu Besuch und wurde untersucht.
„Die Untersuchung war sehr umfangreich und interessant. Ich wurde sehr gut betreut, tolle Leute habt ihr hier. Auch deshalb mag ich mein Ruhrgebiet so sehr. Jetzt bin ich auf die Ergebnisse gespannt. Man sollte nicht ein bisschen, sondern zu 100 Prozent an die Gesundheit denken. Das ist das A und O im Leben. Ich rauche nicht, ich trinke keinen Alkohol. Ich bin bis heute jeden Tag in Bewegung und betreibe sieben Mal die Woche Sport. Ohne geht es für mich nicht“, sagte Thorsten Legat.

Thorsten Legat mit Uniklinik-Mitarbeiter Jean Pierre Hontoy.

Als Teilnehmerinnen und Teilnehmer der bundesweiten Fußball-Studie sind 500 ehemalige Fußballprofis im Alter zwischen 40 und 69 Jahren vorgesehen, die in der Bundesliga oder 2. Bundesliga beziehungsweise in der Frauen-Bundesliga oder in vergleichbaren ausländischen Ligen gespielt haben. Die Ergebnisse sollen die langfristigen Auswirkungen des Profisports auf die Gesundheit von ehemaligen Profi-Fußballerinnen und Profi-Fußballern aufzeigen, mit dem Ziel, Erkenntnisse zum effektiven Schutz und für die Prävention bei aktiven Leistungssportlern zu gewinnen.

Thorsten Legat, 53, stammt aus Bochum und war in der Bundesliga für den VfL Bochum, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, den VfB Stuttgart und Schalke 04 aktiv. Er lief von 1986 bis 2001 in über 240 Erstliga-Spielen auf. Er arbeitet heute als Trainer und ist Gast in verschiedenen TV-Formaten.

Die Universitätsmedizin Essen hat sich mit Wissen, Technologie und Empathie als Kompetenzzentrum im Bereich Sport etabliert. Sie engagiert sich im sportmedizinischen Bereich unter anderem als vor allem regionaler Gesundheitspartner des Olympiastützpunkts Rhein-Ruhr, des Landesportbunds NRW, der Zweitliga-Handballer vom TuSEM Essen und der Bundesliga-Fußballerinnen der SG Essen-Schönebeck.

Die seit 2014 laufende NAKO-Gesundheitsstudie, die am Standort Essen am Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie des Universitätsklinikums Essen koordiniert wird, ist ein Projekt von 27 Institutionen, u.a. Universitätsklinika, Universitäten, Helmholtz-Zentren, Leibniz-Instituten. Sie ist die bislang größte bevölkerungsbasierte Studie in Deutschland. Die Probanden werden medizinisch untersucht und nach ihren Lebensumständen befragt. Ziel ist es, Erkrankungen, wie zum Beispiel Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Infektionen und Depression, genauer zu erforschen und Prävention, Früherkennung und Behandlung dieser in der Bevölkerung weit verbreiteten Krankheiten zu verbessern. Das multizentrische Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, den beteiligten Bundesländern und der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert. Über 200.000 Personen haben an der NAKO-Studie teilgenommen.

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