Wir können Gesundheit

Für Corona-Innovationen von der Dortmunder Wirtschaftsförderung ausgezeichnet

Sanitätshaus Tingelhoff GmbH am 21.03.22

Der Dortmunder Gesundheitsdienstleister Tingelhoff jubiliert: 5000 Euro in Gutscheinform darf das Unternehmen jetzt im städtischen Einzelhandel unter die Leute bringen – ausgelobt wurde die Prämie für besondere Maßnahmen und Projekte zur Bewältigung der Coronakrise.

Ausnahmsweise nicht um Fußball geht’s beim Wettbewerb „Heimspiel.Dortmund 2022“ der Dortmunder Wirtschaftsförderung: Hier sollen kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Stadtgebiet in den Fokus rücken, die durch Kreativität, konkretes Handeln oder soziales Engagement einen Weg gefunden haben, die Coronakrise bestmöglich zu bewältigen. Auch das Sanitätshaus Tingelhoff hat mitgemacht – und wird als eines der 50 Gewinnerunternehmen einen mit 5000 Euro dotierten Gutschein erhalten.

Aber was sind das für innovative Maßnahmen, die im Sanitätshaus Tingelhoff – einem Unternehmen mit 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 10 Standorten in Dortmund und Umgebung – umgesetzt wurden? Eine Frage, die Kira Tingelhoff, Bereichsleiterin im Vertrieb, beantworten kann: „Direkt zu Beginn der Coronakrise mussten wir ganz rasch einen Weg finden, trotz verschiedenster Restriktionen miteinander in Kontakt zu bleiben – intern und extern.“ Intern wurde auf eine komplett neue Intranetlösung gesetzt, die eine mobile Oberfläche für den Außendienst aufweist und standortunabhängigen Zugriff auf Infos und Dokumente ermöglicht. Ein Mitarbeiterpanel mit Aktivitätsstatus und die Verknüpfung zu virtuellen Räumen sind hier ebenfalls vorhanden. Workflows wie Urlaubsanträge wurden bei dieser Gelegenheit direkt digitalisiert und eine zentrale Dokumentenablage geschaffen. „Seither kommunizieren wir effizienter miteinander und stärken das Teamgefühl“, erklärt Tingelhoff. Das Unternehmen unterstützt den Wissensfluss durch die zentrale Dokumentenablage, Web-Schulungen und eigene Online-Nachschlagewerke. Gleichzeitig erfährt das Sanitätshaus eine Qualitätssteigerung und geht so erste Schritte zu mehr Nachhaltigkeit durch papierloses Arbeiten. „Wichtig war es uns dabei, das Projekt nicht einfach den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorzusetzen, sondern die Lösung gemeinsam mit den Fachabteilungen zu entwickeln.“ Durch eine intuitive Prozessgestaltung wurden so die ganze Belegschaft – unabhängig von Alter und Computeraffinität – gleichsam abgeholt.

Doch die Neuerungen hören bei den internen Maßnahmen nicht auf: „Auch für unsere Kunden haben wir vielfältige Onlineservices entwickelt, um ihnen Wege zu ersparen“, so Tingelhoff. „Ein Teil unserer Zielgruppe ist generell durch Krankheit oder Alter in ihrer Mobilität eingeschränkt – auch ohne Coronamaßnahmen ist ein Besuch im Geschäft also immer mit Aufwand verbunden. Daher haben wir einfache Dienstleistungen digitalisiert: Von zu Hause aus Schuheinlagen bestellen, Wiedervorlagen erledigen, Rezepte hochladen und Hilfsmittel nach Hause geliefert bekommen ist so nur wenige Klicks entfernt.“

Die Daten werden sicher und verschlüsselt übertragen – die Speicherung und Verwaltung der sensiblen Gesundheitsdaten erwies sich als Herausforderung für die IT- und Qualitätsmanagement-Spezialisten bei Tingelhoff, die jene aber gerne annahmen und mit Bravour meisterten.

„Und jetzt haben wir tatsächlich bei diesem Wettbewerb gewonnen“, freut sich Margaux Serwe, die als Abteilungsleiterin im Marketing bei Tingelhoff tätig ist. Mit dem gewonnenen Gutschein dürfen nun Waren und Dienstleistungen ausschließlich aus Dortmund eingekauft werden, zum Beispiel für Anschaffungen und Dienstleistung zur Weiterentwicklung des Unternehmens, für die Personalentwicklung oder -bindung oder für Investitionen in die Nachhaltigkeit des Unternehmens. „Die Kollegen wollten das Geld schon für eine stattliche Anzahl an Bierkästen verplanen, aber ich denke, wir stecken die Gewinnsumme besser in die Ausstattung unseres Neubaus, der im April bezugsfertig sein soll“, kommentiert Serwe.

Fest steht: Tingelhoff hat noch viel vor und wird weiter daran arbeiten, auch in Zukunft mit Krisen bestmöglich umzugehen – und wenn dabei dann noch der eine oder andere Preis abfällt, hat das Sanitätshaus – das im letzten Jahr bereits Auszeichnungen für „Hohe Kompetenz“ sowie als „Attraktiver Arbeitgeber 2021“ eingeheimst hat – ganz sicher nichts dagegen.

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