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DigiSep-Studie erreicht nächsten Meilenstein

Über 200 Sepsis-Patienten nehmen teil

Universitätsmedizin Essen am 28. März 2023

Vor rund einem Jahr startete die Rekrutierungsphase der Studie namens „DigiSep – Optimierung der Sepsis-Therapie auf Basis einer patientenindividuellen digitalen Präzisionsdiagnostik“. Nun hat das Projekt unter Leitung der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Essen einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht: Seit Mitte März 2023 ist die Hälfte der geplanten 410 Studienpatienten eingeschlossen. Allein im Februar kamen 43 Patienten hinzu, sodass das Rekrutierungsziel wie geplant im Sommer 2023 erreicht werden kann. 

Das Interesse an einer Teilnahme an der DigiSep-Studie war zuletzt groß. Deutlich mehr als die ursprünglich geplanten 20 Kliniken bewarben sich für eine Studienteilnahme, wovon schließlich 25 Kliniken berücksichtigt werden konnten. Das unterstreicht das große klinische Interesse an den Themen Sepsis und digitale Präzisionsdiagnostik. „Wir sind überwältigt von der Nachfrage der Kliniken nach der neuen Technologie. Mit einem derartigen Interesse hatten wir nicht gerechnet. Dies bringt zum Ausdruck, dass es hohe Erwartungen an die Diagnostik mittels Next-Generation Sequencing (NGS) gibt. Daher möchte ich mich nochmals ausdrücklich beim Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses bedanken, der das Projekt mit mehr als 3 Millionen Euro fördert“, so Univ.-Prof. Dr. med. Thorsten Brenner, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Essen.

Das Interesse an einer Teilnahme an der DigiSep-Studie war zuletzt groß. Deutlich mehr als die ursprünglich geplanten 20 Kliniken bewarben sich für eine Studienteilnahme, wovon schließlich 25 Kliniken berücksichtigt werden konnten. Das unterstreicht das große klinische Interesse an den Themen Sepsis und digitale Präzisionsdiagnostik. „Wir sind überwältigt von der Nachfrage der Kliniken nach der neuen Technologie. Mit einem derartigen Interesse hatten wir nicht gerechnet. Dies bringt zum Ausdruck, dass es hohe Erwartungen an die Diagnostik mittels Next-Generation Sequencing (NGS) gibt. Daher möchte ich mich nochmals ausdrücklich beim Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses bedanken, der das Projekt mit mehr als 3 Millionen Euro fördert“, so Univ.-Prof. Dr. med. Thorsten Brenner, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Essen.

Das Forschungskonsortium erwartet durch die DigiSep-Studie Erkenntnisse darüber, wie sich der Einsatz von digitaler Diagnostik auf die Sterblichkeit von Patienten mit Sepsis, die Dauer ihrer Antibiotika-Therapie und ihre Verweildauer auf der Intensivstation auswirkt. Ziel ist es, die Behandlungsmöglichkeiten bei Sepsis zu verbessern – die schwerstmögliche Verlaufsform von Infektionskrankheiten, von der allein in Deutschland jährlich mehr als 300.000 Menschen betroffen sind und 75.000 sterben.

Über die DigiSep-Studie

Geleitet wird das DigiSep-Projekt von der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Essen als Konsortialführer, in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie & Gesundheitsmanagement der Universität Bielefeld, dem Koordinierungszentrum für Klinische Studien (KKS) und dem Institut für Medizinische Biometrie (IMBI) am Universitätsklinikum Heidelberg sowie mit den Krankenkassen AOK Rheinland/Hamburg, BARMER und der Techniker Krankenkasse. Das Biotechnologie-Unternehmen Noscendo GmbH steuert als technischer Partner seine Analyseplattform DISQVER bei.

Bei der Hälfte der teilnehmenden Patienten (n=205) wird das Blut zusätzlich zur Routinediagnostik mithilfe von DISQVER® untersucht. Die Plattform kann innerhalb von 24 Stunden mehr als 16.000 Mikroben, darunter 1.500 beschriebene Keime (Bakterien, DNA-Viren, Pilze und Parasiten) identifizieren. Dafür wird die zellfreie DNA im Blut mittels Next-Generation Sequencing untersucht, einer neuen, besonders schnellen Methode zur DNA-Analyse. DISQVER® gleicht die Informationen aus der Probe über bioinformatische Algorithmen mit einer klinischen Genom-Datenbank ab. Innerhalb weniger Stunden herrscht so Klarheit über Art und Menge der Krankheitserreger im Blut, sodass Antiinfektiva passgenau eingesetzt werden können.

Bei der anderen Hälfte der teilnehmenden Patienten (n=205) kommt lediglich die derzeitige Standarddiagnostik zum Einsatz. Unterstützt werden die behandelnden Intensivmediziner von einem infektiologischen Expertengremium.
Weitere Informationen unter https://www.digisep.de/.

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