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Experten des St. Anna Hospital lehrten anspruchsvolles Endoskopie-Verfahren

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 15. Januar 2024

Am vergangenen Freitag wurde im St. Anna Hospital fleißig ein anspruchsvolles Verfahren trainiert: Mit Hilfe von Organmodellen erlernten Ärzte und Endoskopiepersonal die Endoskopische Submukosadissektion. Das Verfahren ist in Deutschland auf dem Vormarsch und bietet die Möglichkeit, Gewebeveränderungen im Magen, Darm und in der Speiseröhre mit einem Endoskop zu entfernen. So ist das Verfahren sehr schonend für die Patienten.

„Die Endoskopische Submukosadissektion ist ein anspruchsvolles Verfahren und der Respekt vor möglichen Komplikationen ist somit groß. Die Teilnahme an praktischen Workshops kann Ärzten mehr Sicherheit geben“, erläutert Dr. Viktor Rempel, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie des St. Anna Hospital Herne, den Nutzen des Workshops.

Dr. Viktor Rempel (2. v. l.), Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie des St. Anna Hospital Herne, vermittelte in einem Workshop gemeinsam mit seinem Team die Anwendung des anspruchsvollen ESD-Verfahrens.
Dr. Viktor Rempel (2. v. l.), Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie des St. Anna Hospital Herne, vermittelte in einem Workshop gemeinsam mit seinem Team die Anwendung des anspruchsvollen ESD-Verfahrens.

Die Endoskopische Submukosadissektion, kurz ESD, kommt zum Beispiel bei der Behandlung von Polypen oder Krebs im Frühstadium in Magen, Darm und Speiseröhre zum Einsatz. Diese Gewebeveränderungen befinden sich in der Regel in der oberen Schicht der Schleimhaut und sind noch nicht in die tieferen Gewebeschichten gewachsen. Mit einem Endoskop, einem flexiblen Instrument mit einer kleinen Kamera und Schneidewerkzeugen, das über natürliche Körperöffnungen eingeführt werden kann, lassen sich auch große Gewebeveränderungen an einem Stück schonend entfernen. „Lange waren für die Entfernung größerer Gewebeveränderungen chirurgische Eingriffe nötig“, erklärt Dr. Viktor Rempel. „Das Endoskop und dieses Verfahren im speziellen ermöglicht es uns, ohne Schnitte an der Hautoberfläche zu arbeiten. Das schont den Patienten. Betroffene sind schneller wieder fit und haben weniger Schmerzen.“
Einen weiteren Vorteil bietet die ESD bei der Entfernung von bösartig verändertem Gewebe. „Die ESD reduziert das Risiko, dass Krebszellen im Körper bleiben und sich dort vermehren“, so der Spezialist.

Die Herausforderung der ESD liegt in den feinen und dünnen Gewebeschichten zwischen denen sich der Arzt mit den Instrumenten bewegen muss. „Präzision und Feingefühl ist bei der ESD sehr wichtig, um Verletzungen des umliegenden Gewebes zu verhindern. Mit unserem Training an den Modellen kann dieses Fingerspitzengefühl intensiv trainiert werden“, berichtet Dr. Viktor Rempel.

Dr. Viktor Rempel hat die Technik selbst in Japan erlernt, wo die Behandlungsmethode entwickelt wurde. Seit 2018 ist das Verfahren einer der Schwerpunkte der Klinik.

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