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27 Mrz

Knochenbrüche im Alter interdisziplinär versorgen

Mittwoch, 27. März 2019, 17:45 von St. Elisabeth Gruppe GmbH

Rheumazentrum Ruhrgebiet lädt zur 192. Fortbildungsveranstaltung

Im Alter werden die Knochen poröser und somit auch anfälliger für Brüche. Für eine optimale Versorgung dieser Frakturen müssen Mediziner verschiedener Disziplinen eng und aufeinander abgestimmt zusammenarbeiten. Am Mittwoch, den 27. März 2019, lädt Prof. Dr. Jürgen Braun, Ärztlicher Direktor des Rheumazentrum Ruhrgebiet, daher zur 192. Fortbildungsveranstaltung mit dem Thema „Interdisziplinäre Versorgung von osteoporotischen Frakturen“ ein.

Schätzungsweise ein Viertel der über 50-Jährigen in Deutschland leidet unter Osteoporose, dem sogenannten Knochenschwund. Diese Krankheit verstärkt die natürliche Abnahme der Knochenstruktur, -dichte und -qualität im Alter und macht das Skelett so noch anfälliger für Frakturen. Nur ein Bruchteil der Erkrankten erhält aber auch eine spezifische Behandlung für Osteoporose oder die richtigen Medikamente. Dabei wäre eine konsequente Therapie der Osteoporose mit bestimmten Medikamenten problemlos und gestützt durch die DVO-Leitlinie möglich. Diese Unterversorgung, die sogenannte „Osteoporosis Care Gap“, wird in einem der Vorträge thematisiert.

Eine Möglichkeit zur Überwindung dieser Versorgungslücke kann z. B. die Einrichtung eines „Fracture Liason Service“ (FLS) sein. Dieses Angebot setzt an den Schnittstellen zwischen Klinik, Hausarzt und Osteoporose-Spezialisten an. Das Ziel ist es, Patienten mit Osteoporose und vor allem solche mit bereits eingetretenen oder drohenden Fakturen frühzeitig zu identifizieren und ihre Behandlung dementsprechend anzupassen bzw. zu optimieren. Ein speziell geschulter FLS-Koordinator im Krankenhaus, beispielsweise eine Pflegekraft mit besonderer Fortbildung, sieht entsprechende Patienten regelmäßig, erkennt das erhöhte Frakturrisiko und sorgt dafür, dass diese eine angemessene Therapie und vom Arzt verordnete Medikation erhalten. Gleichzeitig ist diese Person Ansprechpartner für alle Beteiligten. Gemeinsam sollen die Teilnehmer im Anschluss an die Vorträge die Möglichkeit der Einrichtung eines FLS in Herne diskutieren.

Zudem erhalten die Teilnehmer Einblicke in die unfallchirurgische Versorgung sowie die medikamentöse Behandlung von Patienten mit Osteoporose. Während die unfallchirurgische Versorgung vor allem darauf abzielt, bereits erlittene Frakturen zu versorgen und zu heilen, dient die medikamentöse Behandlung einerseits dazu, den Knochenabbau zu bremsen sowie andererseits einen erneuten Aufbau anzuregen, um Knochenbrüchen vorzubeugen.
Die Veranstaltung richtet sich an medizinisches Fachpublikum und beginnt um 17.45 Uhr im Vortragsraum des Rheumazentrum Ruhrgebiet, Claudiusstr. 45, 44649 Herne. Weitere Informationen und Anmeldung unter Fon 0 23 25 – 592 – 131.

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