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13 Dez

Was pflegende und betreuende Angehörige wirklich brauchen

Freitag, 13. Dezember 2019, 09:30 bis 14:30 von Universität Witten/Herdecke

Die Fachtagung zum Forschungsprojekt ZipA bringt Akteure aus Kommunen, von Kassen und Selbsthilfegruppen sowie pflegende Angehörige zukunftsweisend zusammen

Am 13. Dezember 2019 findet von 09:30 bis 14:30 Uhr die Fachtagung zum Forschungsprojekt „Zielgruppenorientierte Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige“ (ZipA) in der Universität Witten/ Herdecke statt. Pflegeberaterinnen und –berater der Städte, Kreise und Kommunen, der gesetzlichen und privaten Kassen wie auch der Selbsthilfe und natürlich interessierte pflegende Angehörige können sich ab sofort zur Tagung anmelden.

Das Forschungsprojekt ZipA betrachtet die Gesamtgruppe pflegender Angehöriger und untersucht die Zusammenhänge zwischen Pflegesituation, Bedürfnissen und Belastungen, um Profile zu identifizieren, die in der Entwicklung und Kommunikation von Unterstützungsangeboten besonders berücksichtigt werden können. Das Projekt wird vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und den Pflegekassen gefördert, es stellt die Grundlagenforschung für viele der aktuell an den Start gehenden Unterstützungsmaßnahmen des Landes für pflegende Angehörige dar.

Im Fokus der Studie stehen die Bedürfnisse pflegender Angehöriger, also die Wünsche, die nicht allein der Bewältigung der Pflegesituation dienen. Dazu gehören die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, der Erhalt der eigenen Gesundheit, aber auch soziale Kontakte abseits der Betreuungssituation. Untersucht wird auch, ob bestehende Unterstützungsangebote bekannt sind und genutzt werden. Zu diesen Kernfragen wurde anhand eines standardisierten Online- und Papierfragebogens in der Zeit zwischen November 2018 und März 2019 eine Erhebung bei pflegenden Angehörigen durchgeführt. Befragt wurden volljährige Personen, die einen Familienangehörigen, Freund oder Nachbarn regelmäßig pflegen oder betreuen, und zwar unabhängig davon, ob die pflegebedürftige Person einen Pflegegrad hat. Insgesamt beteiligten sich 1.429 pflegende Angehörige an der Studie, es handelt sich damit um eine der größten Untersuchungen in Deutschland zu diesem Thema.

Die Fachtagung am 13. Dezember 2019 stellt zentrale Ergebnisse des Forschungsprojekts ZipA vor und dient insbesondere dem Austausch und der Vernetzung zwischen pflegenden Angehörigen, Vertretern der Kommunen und Beratenden.
Durch die Abwechslung von Fachvorträgen und Diskussionen mit der Möglichkeit zum Netzwerken wird eine Atmosphäre geschaffen, in der sich alle Teilnehmenden wohl fühlen und persönlich einbringen können. Die Tagung bietet eine Gelegenheit zum Austausch über aktuelle Entwicklungen, eigene Erfahrungen sowie Einschätzungen zu aktuellen Unterstützungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige.

„Wir sind gespannt, unsere Ergebnisse mit Beratenden und Betroffenen diskutieren zu dürfen“, äußert sich Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko, die Projektleiterin und Inhaberin des Lehrstuhls für Management und Innovation im Gesundheitswesen der Universität Witten/Herdecke. Im Projekt ZipA kooperiert sie mit Prof. Dr. Tanja Segmüller von der Hochschule für Gesundheit, Bochum, auch hat sie Prof. Christel Bienstein, die Vorsitzende des Beirats für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, für einen Impulsvortrag im Rahmen der Tagung gewonnen.

Anmeldung: Zur Fachtagung am 13. Dezember 2019 können sich Interessierte online unter http://bit.ly/Anmeldung_Fachtagung_ZipA oder telefonisch unter 0170 6764648 anmelden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Informationen: Tagungsablauf sowie weitere Informationen zum Projekt ZipA unter https://www.angehoerigenpflege.info.
Teilnehmende erhalten vor Ort einen Tagungsband mit Zusammenfassungen der Projektergebnisse und Ansätzen zur Entwicklung zielgruppenspezifischer Angebote.


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