Wir können Gesundheit

Projekte

Im Verbund des MedEcon Ruhr e.V. gibt es ein reichhaltiges und vielfältiges Spektrum an innovativen Projekten und Netzwerken, das von der medizinischen Forschung über medizintechnische Entwicklungen und Veränderungen der Krankenhausorganisation bis hin zu regionalen Versorgungsnetzwerken und wegweisenden Lösungen im wohnortnahen Gesundheitsmanagement reicht.

In der nachfolgenden Zusammenstellung finden Sie eine Auswahl jener Projekte und Netzwerke, in denen sich unser Verbund mit dem MedEcon-Team unmittelbar – je nachdem initiierend, begleitend, koordinierend und/oder betreibend – engagiert.

Unsere Projekte

  • FALKO - Medizinische Falldatenkommunikation
  • Regionales Innovationsnetzwerk Kinder- und Jugendgesundheit (RIN)
  • Multiple-Sklerose-Netzwerk für Kinder und Jugendliche
  • Neue Volkskrankheiten im Kindes und Jugendalter (NIKI)
  • Westdeutscher Teleradiologieverbund
  • Innovationsplattform Nutzerorientiertes Hospital Engineering NRW
  • Ruhrgebiet gegen den Schlaganfall
  • SepsisDataNet.NRW

FALKO.NRW steht für „Medizinische Falldatenkommunikation in interoperablen Netzwerken“ und soll mit 16 Projektpartnern, darun­ter vier Kliniken der Ruhr-Universität Bochum, die Hochschule Nie­derrhein sowie die Firmen CompuGroup, DMI, IHE Deutschland, Healthcare IT Solutions, RZV und VISUS ab Frühjahr 2016 weitere Lösungsszenarien auf der etablierten Plattform des Westdeutschen Teleradiologieverbundes entwickeln.

Zur Projekt Website

GesundAufwachsen-Logo-kl„Kinder- und Jugendgesundheit durch erfolgreiches Präventionsmanagement“

Seit April 2014 unterstützt das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW ein regionales Innovationsnetzwerk (RIN), das sich im Ruhrgebiet mit der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen befasst und Innovationen für ein erfolgreiches Präventionsmanagement befördern will. Die Federführung liegt bei MedEcon Ruhr – im Zusammenwirken mit Einrichtungen und Professionen aus dem gesamten Gesundheits- und Sozialwesen. Das RIN ist Teil der Landesforschungsstrategie „Fortschritt NRW “.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage

Zur Projekt Website

Auf Grund der Seltenheit von Multipler Sklerose (MS) im Kindes- und Jugendalter ist die Behandlung für die Betroffenen und ihre Familien oft mit vielen Schwierigkeiten verbunden. In Deutschland gibt es lediglich ein Zentrum für Kinder und Jugendliche in Göttingen. Initiiert durch den NRW-Landesverband der Deutschen Gesellschaft für Multiple Sklerose (DMSG) und koordiniert von MedEcon Ruhr, hat sich seit Mitte 2014 ein Verbund formiert, der professionalisierte Strukturen für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit MS an Rhein und Ruhr schaff en möchte, in deren Mittelpunkt die medizinische, soziale und psychologische Betreuung steht. Für die Verbundkoordination und weitere Konzeptentwicklung hat die Hertie- Stiftung nun eine Förderung von 60.000€ bewilligt.

Die nächsten Schritte sind die Erarbeitung einer Kooperationsvereinbarung zur Festlegung von Qualitätsstandards, die konkrete Verknüpfung von medizinischer Behandlung und psychosozialen Hilfsangeboten, die Verbesserung der Transition in die Erwachsenenmedizin, die Bereitstellung von regionalen Ansprechpartnern und das Wissensmanagement pädiatrischer MS durch Kooperation mit dem MS-Register des DMSG-Bundesverbandes.

Ein weiterer Erfolg ist, dass Annette Frier das Netzwerk als Patin unterstützen wird. Frau Frier ist Schauspielerin und Komikerin und bekannt z.B. aus der „Schillerstraße“ und als „Danny Lowinski“. Sie setzt sich mit ihrem Engagement aktiv für das Netzwerk ein. Derzeit besteht der Verbund aus verschiedenen Abteilungen des St. Josef-Hospitals der Ruhr- Universität Bochum, der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln, der Universitätskliniken Essen und Düsseldorf, des Elisabeth-Krankenhauses Essen, dem Berufsverband Deutscher Neurologen, der DMSG und einer neu gegründeten Kinder- und Jugend-MS-Selbsthilfegruppe.

niki-logo

Adipositas, ADHS und Allergien sind zu typischen Volkserkrankungen im Kindes- und Jugendalter geworden. Nicht selten erkranken Kinder an mehr als einer dieser Erkrankungen.

Das Projekt NIKI („Neue Volkserkrankungen im Kindes- und Jugendalter“) erforscht deshalb Wechselwirkungen und Zusammenhänge zwischen Adipositas, ADHS und Allergien. Die hierbei gewonnen Erkenntnisse über Risiko- und Schutzfaktoren sollen später die Grundlage für neue Behandlungs- und Präventionsansätze bilden. Die beteiligten Projektpartner dieser regionalen Forschungsgemeinschaft finden Sie auf der NIKI-Homepage.

NIKI wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Forschung des Landes NRW. Die Laufzeit beträgt drei Jahre (Oktober 2013 bis September 2016).

Zur Projekt Website

logo_header_rightSeit Anfang 2012 befindet sich der Westdeutsche Teleradiologieverbund (vormals: Teleradiologieverbund Ruhr) unter dem Dach der MedEconTelemedizin GmbH im Regelbetrieb. Auf einer herstellerunabhängigen und standardkonformen Plattform (auf Basis DICOM E-MAIL) können die Teilnehmer komfortabel, schnell und sicher Bilder miteinander austauschen. Dies verbessert die medizinische Versorgung der Patienten und schafft zudem ökonomische Mehrwerte bei den Nutzern.

In vielen Fällen führt die Nutzung der Möglichkeiten im Westdeutschen Teleradiologieverbund zu zeitlichen Einsparungen und zum Teil deutlichen Kostenreduktionen beim Bilddatenversand. Darüber hinaus ist er eine Basis, um neue Kooperationspartner im Verbund zu finden und hierdurch das Feld der eigenen Möglichkeiten zu erweitern.

Zur Projekt Website

Leitmarkt.Gesundheit.NRW

Ziel ist es, unter Einbeziehung von Expertinnen und Experten, die Bedarfe im Bereich der Technik und IT im Krankenhaus aus der Sicht der Nutzergruppen sowie Patientinnen und Patienten zu benennen und gemeinsam Optimierungsvorschläge zu erarbeiten oder neue Lösungen anzuschieben.

  • Was heißt eigentlich „Nutzerorientierung“ konkret?
  • Wie schaffe ich Akzeptanz für technische Innovationen?
  • Welche „Best Practices“ gibt es in NRW?
  • Welche Partner aus Versorgung, Wissenschaft und Industrie stehen für innovative Entwicklungen zur Verfügung?
  • Wie sieht Technik im Krankenhaus in der Zukunft aus?

Dazu wurden u.a. verschiedene Symposien durchgeführt.

logo-netzwerk-schlaganfallDas Netzwerk Schlaganfall – Die Neurologischen Kliniken im Ruhrgebiet ist der Zusammenschluss der 27 Neurologischen Kliniken des Ruhrgebietes. Alle verfügen über eine so genannte Stroke Unit, eine spezialisierte Abteilung für die Behandlung von Schlaganfallpatienten. Ziele sind eine möglichst umfassende und breitflächige Aufklärung der Bevölkerung, eine stetige Optimierung der Einweisungsstrukturen und die optimale Versorgung von Schlaganfallpatienten in den neurologischen Stroke Units.

Zur Projekt Website

Überlebenschance bei Sepsis durch individualisierte Medizin erhöhen

Bundesweit erkranken jedes Jahr rund 280.000 Menschen an einer Sepsis, so die Angaben der „Sepsis Stiftung“. Ein Drittel bis die Hälfte der Patienten stirbt daran. Damit ist eine Blutvergiftung die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Doch woran liegt diese hohe Sterblichkeitsrate, die trotz der sich stetig verbessernden medizinischen Versorgung nicht sinkt? Mit dieser Frage beschäftigt sich unser Konsortium unter der Leitung von Prof.Dr. Michael Adamzik, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum. Das „SepsisDataNet.NRW“ wurde ins Leben gerufen, um in den nächsten drei Jahren, anhand einer groß angelegten Datenerhebung, Klassifikationsmodelle zu entwickeln, die künftig eine am jeweiligen Immunstatus angepasste, individualisierte Therapie ermöglichen und so die Sterblichkeit um ein Vielfaches reduzieren soll. Unterstützt wird das Projekt vom Land Nordrhein-Westfalen mit einer Förderung von 2,6 Millionen Euro.
Eine Sepsis entsteht, wenn eine körpereigene Abwehrreaktion gegen eine Infektion plötzlich das eigene Gewebe schädigt und beginnt, die Organe des Körpers anzugreifen. Ursache ist nicht immer eine sichtbare entzündete Wunde, sondern häufig eine Infektion wie eine Lungenentzündung, Hirnhautentzündung oder ein Harnwegsinfekt. Wird eine Sepsis nicht schnell erkannt und sofort behandelt, kann sie zu Schock, Multiorganversagen und Tod führen. Die zügige Einleitung zeitkritischer Behandlungsmaßnahmen, insbesondere Antibiotika, intravenöse Flüssigkeitsgabe und gezielte Behandlung zur Instandhaltung des Blutkreislaufs, können das Sterberisiko halbieren.

Grund für die hohe Sterblichkeitsrate von 40% ist, dass Patienten mit einer Sepsis im Grunde alle gleich behandelt werden, und zwar symptomatisch.“ Biomarker oder klinische Testverfahren, die dieses komplexe immunologische Syndrom gut charakterisieren, existieren nicht, sodass derzeit noch keine individuelle Therapie möglich ist. Des Weiteren sind die zeitliche Abfolge und die Stärke der inflammatorischen (entzündlich) und anti-inflammatorischen (nicht-entzündlich) Antwort auf eine entsprechende Behandlung höchst individuell, sodass trotz zahlreicher Forschungen und Publikationen bis heute drei wesentliche Aspekte der septischen Reaktion unklar sind: Welches immunologische Verhältnis von Inflammation und Anti-Inflammation wirkt sich wie auf den Krankheitsverlauf aus? Wie kann der Arzt die jeweilige immunologische Situation des Patienten erfassen und bestimmen? Wie kann anhand der Erfassung der immunologischen Situation im Krankheitsverlauf eine individuell angepasste Therapie erfolgen?

Antworten darauf soll künftig das „SepsisDatNet.NRW“ geben, das anhand einer groß angelegten Datenerhebung im Sinne von „Big Data“ die Digitalisierung und Vernetzung von Universitätskliniken in NRW, sowie – durch das Einbinden von Experten aus den Bereichen Immunologie, Bioinformatik und Intensivmedizin – den Aufbau einer Biomaterialdatenbank möglich machen wird.

MedEcon Ruhr © 2018

Wir können Gesundheit
MedEcon Ruhr