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Größtes Krebs-Zentrum der Region gegründet

17 Fachbereiche vereint das neue onkologische Zentrum

am Montag, 16. Januar 2017

teamonkozentDas Klinikum Dortmund hat das größte Krebszentrum in der Region ge-gründet und ist jetzt damit ausdrücklich von der Deutschen Krebsgesell-schaft (DKG) zertifiziert und empfohlen worden. Neun ausgewiesene ärztli-che Gutachter der Deutschen Krebsgesellschaft prüften zwei volle Tage das neue Krebszentrum, nahmen an Tumorkonferenzen teil, ließen sich Be-handlungspläne zeigen, besichtigten OPs, Stationen und Ambulanzen. Gleich 17 Fachbereiche des Klinikums sind in diesem neuen Zentrum ver-eint, darunter auch die Querschnittsfächer Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie – alles im Haus. „So viel Kompetenz ist ange-sichts der oft sehr komplexen Erkrankungen der Patienten aber auch nötig und nur in einem Haus der Maximalversorgung wie dem Klinikum möglich“, sagt Prof. Dr. Michael Heike, Onkologe und Leiter des neuen Krebszent-rums.

Fünf Schwerpunkte hat das zertifizierte Krebszentrum bislang: Tumoren des Ver-dauungstrakts (Prof. Dr. Maximilian Schmeding und Prof. Dr. Michael Heike), Brustkrebs und gynäkologische Tumoren (Prof. Dr. Thomas Schwenzer), Hautu-moren (Prof. Dr. Dorothee Nashan und Dr. Pia Dücker) sowie Prostatakrebs (Prof. Dr. Michael Truss). Die Erteilung des Zertifikats für das Kopf- /Halstumorzentrum (Leitung Prof. Dr. Thomas Deitmer, Prof. Dr. Stefan Hassfeld) wird für die nächsten Wochen erwartet. Weiterhin wird in diesem Jahr der Schwerpunkt „Lungenkrebs“ unter Leitung von Priv. Doz. Dr. Bernhard Schaaf und dem neuen Direktor der Thoraxchirurgie, Dr. Marcus Albert, in das Zentrum integriert. In Verbindung mit dem Krebszentrum wurde kürzlich auch das erste Kinderonkologische Zentrum der Region unter Leitung von Prof. Dr. Dominik Schneider begutachtet.

Jeder Fall wird im Rahmen einer Tumorkonferenz diskutiert

Schon jetzt wird jeder 6. Patient im Klinikum Dortmund aufgrund einer onkologi-schen Erkrankung behandelt. Tendenz steigend. „Mit dem neuen Zentrum bieten wir Tumorpatienten die bestmögliche interdisziplinäre Behandlung. Dabei lassen wir selbstverständlich auch neueste medizinische Ergebnisse internationaler Stu-dien und Leitlinien-Empfehlungen der Fachgesellschaften in die Therapie einflie-ßen“, sagt Prof. Heike. Jeder Therapieweg eines Patienten wird im Rahmen einer so genannten Tumorkonferenz diskutiert. Fünf dieser Konferenzen halten die Mediziner pro Woche ab, jeweils werden dabei 15 bis 20 Patientenfälle bespro-chen. Zu allen Konferenzen können Experten und Bilder per Live-Video zuge-schaltet werden. „Es kommt eben nicht darauf an, welche Therapie ein Arzt besonders gut kann oder gern anwendet, sondern darauf, welche Therapie für den Patienten am besten ist. Deshalb tauschen sich die Mediziner der unterschiedli-chen Fachrichtungen zum Wohle des Patienten aus und finden gemeinsam einen Weg“, erklärt Prof. Heike.

Die Deutsche Krebsgesellschaft prüft einmal im Jahr

Das die ausgebildeten onkologischen Fachpflegekräfte des Klinikums eine spezi-elles onkologisches Pflegekonzept mit Informationen für Patienten und Mitarbei-tern entwickelten, fand besonderes Lob durch die Gutachter. Um von der Deut-schen Krebsgesellschaft als onkologisches Zentrum zertifiziert zu werden, waren diverse Anforderungen zu erfüllen, aber auch Veränderungen vorzunehmen. So stockte das Klinikum Dortmund u.a. Personal im Bereich der Psycho-Onkologie auf; dabei handelt es sich um Psychologen, die Krebspatienten während der The-rapie betreuen. Auch wurde das Netz aus externen Kooperationspartnern erwei-tert, u.a. im Bereich der ambulanten palliativen Versorgung. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es 2017 weiter; das Zertifikat kommt jährlich durch die Deutsche Krebsgesellschaft auf den Prüfstand.

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