Wir können Gesundheit

Neuordnung des Ausbildungsberufs Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r als Chance nutzen

Bundesweite Tarifverträge für mehr Attraktivität

Verband medizinischer Fachberufe e.V. am 24.03.17

Der Fachkräftemangel in Zahnarztpraxen ist auch ein Thema bei der Internatio-nalen Dentalschau in Köln. „In vielen Diskussionen, die wir mit Zahnmedizinischen Fachan-gestellten und Arbeitgebern führen, geht es um Schwierigkeiten bei der Suche nach gutem Fachpersonal“, erklärt Sylvia Gabel, Referatsleiterin für Zahnmedizinische Fachangestellte im Verband medizinischer Fachberufe e.V. Die anstehende Neuordnung der Ausbildungs-ordnung für ZFA sollte deshalb auch als Chance genutzt werden, den Beruf attraktiver zu machen.

„Damit allein können wir den Fachkräftebedarf aber nicht beseitigen“, ist sich Sylvia Gabel sicher. „Jugendliche von heute entscheiden sich bei ihrer Berufswahl nach Einkommen, Wei-terentwicklungsmöglichkeiten und sozialer Anerkennung. Gerade beim Gehalt haben wir bei den Zahnmedizinischen Fachangestellten aber besondere Probleme. Aus unserer Sicht sind die fehlenden bundesweiten Tarifverträge dafür eine wesentliche Ursache. Sie setzen Min-deststandards bei den Arbeitsbedingungen. Unsere Onlineumfrage unter ZFA hat gezeigt, dass diese in Hessen, Hamburg, Westfalen-Lippe und im Saarland, also in den Kammerbe-reichen, mit denen wir Tarifverträge abgeschlossen haben, wesentlich häufiger umgesetzt werden als in den anderen.“

Einen weiteren Schwerpunkt sieht der Verband medizinischer Fachberufe e.V. in der Qualität der Ausbildung. Sie wird von den auszubildenden ZFA seit Jahren regelmäßig im DGB-Ausbildungsreport negativ bewertet. „Hier sollten wir gemeinsam mit den Zahnärztekammern daran arbeiten, die Ausbildungsbedingungen zu verbessern. Ein wichtiger Punkt ist zum Bei-spiel, dass alle, die in der Zahnarztpraxis an Ausbildung beteiligt sind, dafür entsprechende Qualifikationen erwerben. Das gilt für den Zahnarzt, der mit der Approbation automatisch die Ausbildungsbefugnis erhält, genauso wie für die ausbildungsbeauftragte Mitarbeiterinnen, die sich entsprechend weiterbilden sollten. Wenn sich die Auszubildenden im Team aufge-nommen, geachtet und unterstützt fühlen, wird es uns gelingen, den Beruf attraktiver zu ma-chen. Wenn dann noch die Gehälter stimmen, werden wir viele gute Schulabgänger/innen überzeugen können, die Ausbildung zu absolvieren und vor allem im Beruf zu bleiben.“

Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. ist bei der IDS 2017 in Halle 2.2 E 076 mit ei-nem Stand vertreten.

Gesundheitsberufe

MedEcon Ruhr © 2017

Wir können Gesundheit
MedEcon Ruhr