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WannaCry: Ransomware attackiert Rechner

Sicherheitsexperten veröffentlichen laufend aktuelle Analysen

am Montag, 15. Mai 2017

Die Ransomware WannaCry hat nicht nur in Deutschland, sondern weltweit Unternehmen lahmgelegt – auch kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser und Energie-Versorger sind betroffen. Zu den prominenten Opfern der Cyber-Attacke zählt ebenfalls die Deutsche Bahn. Der Infektionsmechanismus von WannaCry beruht auf einen Exploit, der vom US-Geheimdienst NSA entwickelt wurde. Der Erpressertrojaner gelangt durch eine Sicherheitslücke im Windows-Betriebssystem auf die Rechner. Eigentlich hatte Microsoft die Schwachstelle bereits im März 2017 per Update geschlossen. IT-Verantwortliche und Privatpersonen sollten nun umgehend reagieren und die Sicherheitsupdates schnellstmöglich installieren. G DATA Kunden sind vor WannaCry geschützt.

Tim Berghoff, G DATA Security Evangelist: „Die am vergangenen Freitag losgebrochene Infektionswelle nimmt weltweit Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Versorgungsunternehmen ins Visier. Mit Veröffentlichung der WikiLeaks-Dokumente haben wir bereits befürchtet, dass diese Information von Cyber-Kriminellen für Angriffe genutzt werden. Der Erfolg von WannaCry stellt bereits jetzt das flächenbrandartige Auftreten anderer Ransomware wie Locky oder CryptoLocker in den Schatten.“

+ Kriminelle nutzen Werkzeuge der NSA

Der Vorfall bestätigt auch einige Befürchtungen, die bereits im Zuge der WikiLeaks-Enthüllungen befürchtet wurden: Offensichtlich ist es Kriminellen gelungen, ein Werkzeug aus dem Arsenal eines Geheimdienstes für kriminelle Zwecke einzusetzen. Der „Eternalblue“ genannte Exploit ist Teil einer Sammlung von Dateien aus NSA-Beständen, die im April von der Hackergruppe „Shadow Brokers“ öffentlich gemacht wurden. Es waren auch noch andere Werkzeuge Teil dieses Leaks – wenn sich dieser Trend wiederholt, dann ist mit dem Einsatz weiterer Geheimdienstwerkzeuge durch Cyberkriminelle zu rechnen.

+ Sicherheitsupdates schnellstmöglich installieren

Die Vorfälle zeigen auf dramatische Weise, welche Folgen es haben kann, wenn Updates nicht rechtzeitig installiert werden. Die ausgenutzte Sicherheitslücke wurde bereits im März von Microsoft geschlossen – dennoch war WannaCry erfolgreich. Staatliche Organisationen, Firmen und Privatanwender sollten sich sehr schnell Gedanken machen, wie sie die jeweiligen Sicherheitslücken schließen können. IT-Verantwortliche in Unternehmen sollten den Einsatz von Patch Management prüfen, um Updates für alle Computer im Netzwerk zügig ausrollen zu können.

Laufend aktualisierte Analyse-Ergebnisse der G DATA Sicherheitsexperten gibt es im G DATA Security Blog

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