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Kampf gegen multiresistente Keime

Evangelische Krankenhaus Mülheim bekam erneut das MRE-Siegel

Ategris Regionalholding GmbH am 11.04.18

Das Evangelische Krankenhaus Mülheim (EKM) hat erneut das MRE-Siegel der MRE-Netzwerke Nordrhein-Westfalen erhalten. MRE steht für multiresistente Erreger, also Keime, die unempfindlich gegen die meisten Antibiotika sind. Das Zertifikat wurde rückwirkend für das 1. Halbjahr 2017 vergeben und gilt für zwei Jahre.

Bereits in 2012 und 2015 erhielt das EKM als eines der ersten Krankenhäuser im Ruhrgebiet das zeitlich begrenzte MRE-Zertifikat. Jetzt hat das Haus erneut alle Voraussetzungen für das Siegel erfüllt, so dass es nun re-zertifiziert wurde.

Die Qualitäts- und Transparenzziele für das Siegel wurden inzwischen vom Problemkeim MRSA auf die multiresistenten gramnegativen Erreger (MRGN) ausgeweitet. Voraussetzung für die Verleihung des Siegels waren u. a. Maßnahmen, die das EKM bereits seit Jahren umsetzt, so beispielsweise das Screening von Risikopatienten auf MRSA sowie die Umsetzung der Richtlinien der Krankenhaushygienekommission am Robert-Koch-Institut zur Isolierung und Sanierung der Patienten mit entsprechenden Erregernachweisen. Für das neue Siegel hat das EKM das geforderte Hygienemanagement gegen multiresistente gramnegative Erreger (MRGN) umgesetzt. Weitere Voraussetzungen waren die Teilnahme an Veranstaltungen des MRE-Netzwerks und Fortbildungen für die Mitarbeitenden.

Hintergrundinformation MRE-Netzwerke NRW

Die Bildung von Netzwerken ist Bestandteil nationaler Strategien zur Prävention der Ausbreitung von Multiresistenten Erregern, kurz MRE. Bereits 2005 wurde das deutsch-niederländische Projekt für Patientensicherheit und Infektionsschutz EUREGIO MRSA-net Twente/Münsterland gegründet, danach folgte das EurSafety Health-net. Ziel dieser sektorenübergreifenden Zusammenarbeit ist die Etablierung einheitlicher Qualitätsstandards, um die Ausbreitung von MRSA und anderen multiresistenten Erregern europaweit zu verhindern.

In den vergangenen Jahren sind in ganz Deutschland weitere Netzwerke nach dem Vorbild der EUREGIO MRSA-net und EurSafety Health-net entstanden, z. B. die MRE-Netzwerke NRW. Mitglieder dieser Zusammenschlüsse sind Krankenhäuser, ambulante Pflegedienste, Seniorenheime, Gesundheitsämter, Arztpraxen und Reha-Einrichtungen. Wissenschaftlich begleitet werden die Netzwerke vom Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen, das sie u. a. bei der Entwicklung einheitlicher Standards und der Erstellung der Vergabekriterien für das MRE-Zertifikat unterstützt.

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