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Großer Hirntumor über die Nase entfernt

Neue Dimension der total endoskopischen Operation

Klinikum Dortmund gGmbH am 20.08.19

Diese Art des Eingriffs ist im Klinikum Dortmund neu: Mittels spezieller OPTechnik haben Prof. Dr. Oliver Müller, Direktor der Klinik für Neurochirurgie im Klinikzentrum Nord, und sein Team jetzt einer Patientin einen Tumor über die Nase entfernt. Experten nennen diese Art des Eingriffs „endoskopische Schädelbasis-Chirurgie“. Dieses Arbeitsfeld hatte Prof. Müller, der vor seiner Zeit in Dortmund im Universitätsklinikum Essen tätig war, dort über Jahre maßgeblich aufgebaut. Er gilt somit als ein deutschlandweiter Experte und hat bereits viel Erfahrung, die bei dieser Art des Eingriffs zwingend notwendig ist.

Konkret ging es bei der Patientin um einen großen, gutartigen Tumor der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), ein sogenanntes Hypophysen-Adenom. Bei dem rein endoskopischen Eingriff nutzen die Operateure die natürlich vorhandenen Räume der Nase aus, um den Tumor schonend mit feinsten Instrumenten zu entfernen. Per Kamera-Steuerung haben die Mediziner dabei stets einen optimalen Blick in das winzige OP-Gebiet. Alle Instrumente werden dabei über die natürliche Naseöffnung vorgeschoben.

Die Hirnanhangsdrüse steuert verschiedene Körperfunktionen, spielt aber vor allem eine wichtige Rolle bei der Kontrolle des menschlichen Hormonhaushalts. Sie ist etwa erbsengroß und liegt gut geschützt in einer Vertiefung des Schädelknochens, etwa in der Mitte des Kopfes auf Höhe der Augen. Deshalb ist der Zugang über die Nase auch ideal.

„Es war ein Freude zu erleben, mit welcher Begeisterung mein Team diese neuartige OP-Technik angenommen und zum Wohle unserer Patienten umgesetzt hat“, sagte Prof. Müller nach dem Eingriff. „Durch den rein endoskopischen Zugang können wir operationsbedingte Verletzungen im Nasenraum der Patienten bedeutend verringern“, erklärt der Neurochirurg. „Die Nasengesundheit und Atmung der Patienten kann so gut erhalten und gleichzeitig der Tumor unter maximaler Kontrolle entfernt werden.“ Dieses Verfahren wird zukünftig standardmäßig an der Klinik eingesetzt werden können, so Prof. Müller.

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