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Dr. Hepp De Los Rios ist neuer Chefarzt an den EVK

Klinik für Strahlentherapie ist Mitglied der internationalen BrachyAcademy

Evangelische Kliniken Gelsenkirchen GmbH am 25.03.20

Dr. Rodrigo Hepp de Los Rios ist Chefarzt an der Klinik für Ra-dioonkologie und Strahlentherapie an den EVK und Experte für die schonende Brachytherapie.

Seit November letzten Jahres leitet Dr. med. Rodrigo Eduardo Hepp De Los Rios als Chefarzt die Klinik für Ra-dioonkologie und Strahlentherapie an den Evangelischen Klinken Gelsenkirchen. Der erfahrene Strahlenexper-te arbeitet seit 2012 an den EVK, wo er als Oberarzt die Einführung der bildgeführte Hochpräzions-Strahlentherapie und der 3-D intersti-tiellen Brachytherapie maßgeblich mitgestaltete.

Nach dem Medizinstudium und der Facharztausbildung in Chile – mit Zwischenstationen in Essen, Paris und Erlangen – war er in der größten Privatklinik seines Heimatlandes bis 2009 tätig. Anschließend wechselte er zum Westdeutschen Protonenzentrum und in die Klinik für Strahlentherapie der Uni-Essen; hier promovierte er im Jahre 2011.

Neben der weit verbreiteten Teletherapie, bei der der Patient von außen mittels energierei-cher Röntgenstrahler aus einem Linearbeschleuniger behandelt wird, bietet die Klinik für ausgewählte Krebsarten auch die Brachytherapie an, bei der eine radioaktive Quelle über kleine Schläuche direkt in den Tumor des Patienten gefahren wird. Wir behandeln im Speziellen Brustkrebs, gynäkologische Tumore sowie Prostatakarzinome mit der Brachytherapie. Dadurch, dass die radioaktive Quelle direkt in den Tumor fährt, können nahliegende Organe und die Haut besser geschont werden. Mit etwa 800 durchgeführten Brachytherapie-Applikationen jährlich, verfügt die Klinik über die notwendige Erfahrung und die Routine bei der Behandlung.

Dr. med. Hepp De Los Rios ist es gelungen, die Evangelischen Kliniken mit der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie als Referenzklinik für Brachytherapie zu positionieren. Als solche ist sie die einzige von lediglich vier Kliniken deutschlandweit, die sich zur Brachy-Academy der Fa. Elekta zählen darf, obgleich sie keine Universitätsklinik ist.

Die BrachyAcademy ist eine Initiative von Elekta, einem weltweit führenden Hersteller von Brachytherapie-Lösungen, und zielt darauf ab, den erfolgreichen Einsatz der Brachytherapie voranzutreiben. Die Akademie umfasst ein komplettes Peer-to-Peer-Portfolio der medizinischen Ausbildung und beinhaltet Programme wie klinische Workshops und Schulungsbesu-che in führenden Krankenhäusern auf der ganzen Welt. Alle Programme werden von Experten auf dem Gebiet der Brachytherapie entwickelt, um ein angemessenes Know-how und die Qualität medizinischer und klinischer Inhalte zu gewährleisten. Neben allgemeinen Informati-onen über Brachytherapie unterstützt das Netzwerk wissenschaftliche Publikationen und Forschungen.

Für die EVK als Referenzklinik stehen nun internationale Besuche von interessierten Medizi-nern ins Haus, die sich vor Ort, in Gelsenkirchen, einen Eindruck von der gezielten Strahlen-therapie und ihrer entscheidenden Rolle bei der erfolgreichen Behandlung verschiedener Krebsformen machen wollen. „Zum Auftakt erwarten wir Gäste aus Südafrika, die sich im kommenden Monat angekündigt haben, um von unseren Erfahrungen mit der Brachytherapie bei der Behandlung von Prostata- und Mammakarzinomen zu lernen“, erläutert Chefarzt Dr. med. Hepp De Los Rios. „Wir haben 2014 die Brachytherapie an den EVK – erstmalig und bislang als einzige in der Region mit dieser technischen Ausstattung – etablieren können. Jährlich behandeln wir mittlerweile ca. 800 Patientinnen und Patienten sehr erfolgreich mit diesem gezielten und zugleich gewebeschonenden Verfahren. Daher freuen wir uns sehr, und sind auch ein bisschen stolz darüber, dass unsere Expertise auf diesem Gebiet mit der Aufnahme in die BrachyAcademy nun sogar international bescheinigt wird.“

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