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KV Nordrhein startet neuen HNO- Notdienst für Essen, Mülheim und Oberhausen

Alfried Krupp Krankenhaus am 30.09.20

Bürgerinnen und Bürger der Städte Essen, Mülheim und Oberhausen haben ab dem 1. Oktober eine neue, gemeinsame Anlaufstelle für den ambulanten Notdienst der Hals-, Nasen-, Ohrenärzte. Wer aus diesen Städten Mittwochs- und Freitagsnachmittags oder am Wochenende aufgrund akuter Beschwerden einen HNO-Arzt aufsuchen muss, wird in der neu eingerichteten, zentralen HNO-Notdienstpraxis versorgt, die in die Räumlichkeiten des Alfried Krupp Krankenhaus im Essener Stadtteil Rüttenscheid integriert ist. Die Einrichtung wird von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein in Kooperation mit dem Krankenhaus be-trieben.

„Die Eröffnung der HNO-ärztlichen Notdienstpraxis Essen ist ein weiterer Baustein bei der Etablierung zentraler fachärztlicher Notdienste in Nordrhein. Ich freue mich, dass es neben den bereits bestehenden HNO-Notdienstpraxen in Wuppertal und Düsseldorf in Essen künftig die dritte dieser Einrichtungen in der Region speziell für akute HNO-Leiden gibt“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Wir sichern damit nicht nur die Versorgung der Patienten zu den Stoßzeiten des Notdienstes, sondern setzen damit auch die Vorgaben des Gesetz-gebers nach einer engen Kooperation zwischen Niedergelassenen und Kliniken bei der Notfallversorgung der Patientinnen und Patienten um“, so Bergmann.

Auch seitens des Alfried Krupp Krankenhauses wird die künftige Zusammenarbeit begrüßt. „Gemeinsam verfügen der HNO-Notdienst der KV Nordrhein und unsere Fachklinik über das gesamte Spektrum der Therapiemöglichkeiten. Eine gelunge-ne Kooperation: Gewinner sind dabei die Bürger in den Städten Essen, Mülheim und Oberhausen“, erklärt Dr. med. Günther Flämig, Geschäftsführer des Alfried Krupp Krankenhaus.

Kooperation mit Klinik für HNO-Heilkunde

Zu den Vorteilen der neuen Praxis zählen die gute Erreichbarkeit der HNO-Klinik sowie die unmittelbare Anbindung der Notdienstpraxis an die Infrastruktur des Kran-kenhauses. „Die fachärztliche ambulante Versorgung optimiert die Patientenversor-gung in der Region und zugleich werden die Kollegen im Krankenhaus entlastet. Diese Win-Win-Situation für Patienten und Ärzte ist der Nachweis, dass regionale Ausgestaltung am Bedarf aller orientiert werden muss“, sagt Dr. med. Joachim Wichmann, Vorsitzender des nordrheinischen Landesverbands im Deutschen Be-rufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Patienten erhalten dadurch zügiger ihre bedarfsgerechte Behandlung, auch die Nähe zu den anderen Fachabteilungen des Krankenhauses ist von Vorteil.

HNO-Notdienst künftig auch für Mülheim

Mit dem Start der zentralen HNO-ärztlichen Notdienstpraxis sind auch organisatori-sche Veränderungen verbunden. So bilden die Städte Essen, Mülheim und Ober-hausen künftig einen gemeinsamen Notfalldienstbezirk. Die bisher auf lokaler Ebene in Oberhausen und Essen organisierten HNO-Notdienste in jeweils wechselnden Praxen, die telefonisch über die Arztrufnummer 11 6 11 7 in Erfahrung gebracht werden mussten, werden ab Oktober nicht mehr angeboten. Ebenfalls kann durch die Neuregelung erstmals auch für die Stadt Mülheim ein HNO-Notdienst angeboten werden.

Mit dem Start der HNO-Notdienstpraxis Essen haben die Bürgerinnen und Bürger der drei Städte künftig eine „feste“ Anlaufstelle mit fixen Öffnungszeiten. Insgesamt werden rund 60 niedergelassene HNO-Ärzte aus der Region ihren vertragsärztlichen Notdienst in der Notdienstpraxis versehen.

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