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Knappschaft Kliniken starten solidarische Typisierungsaktion

Mitarbeitende aus allen Krankenhäusern sind aufgerufen, sich bei der DKMS zu registrieren, um einer Kollegin und der Tochter einer Kollegin zu helfen

Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See am 24.12.20

Alle 12.500 Mitarbeitenden der Knappschaft Kliniken sind aufgerufen, sich an einer Typisierungsaktion zu beteiligen. Anlass sind die Erkrankungen einer Kollegin aus dem Knappschaftskrankenhaus in Dortmund-Brackel sowie der kleinen Tochter einer Kollegin aus dem Knappschaftskrankenhaus in Dortmund-Lütgendortmund, die beide zum Klinikum Westfalen gehören.

„Eine Registrierung bei der DKMS ist natürlich immer sinnvoll. Wir hoffen, dass wir mit der jetzt gestarteten Aktion den beiden Fällen aus unserem Verbund helfen können, aber auch vielen anderen Menschen, die auf eine rettende Knochenmarkspende warten“, sagt Andreas Schlüter, Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken GmbH.

Sandra Zegula leidet an Blutkrebs. Um der Kollegin aus dem Klinikum Westfalen zu helfen, haben die Knappschaft Kliniken zu einer Typisierungsaktion aufgerufen. Foto: Privat

Das Unternehmen hat nicht nur öffentlich und intern zur Typisierung aufgerufen, sondern übernimmt auch einen Teil der Kosten, die der DKMS bei der Analyse entstehen. Solidarität für die Kolleginnen kommt aus den Kliniken im Ruhrgebiet, im Rheinland und Saarland.

Ein stechender Schmerz veränderte Sandra Zegulas Leben. „Ich dachte, ich hätte mir einen Nerv eingeklemmt. Aber als Schmerzmittel nichts brachten, wurde ich skeptisch“, erklärt die 48-Jährige. Nach fünf Monaten Ungewissheit und vielen Untersuchungen kam im August die Diagnose: „Sie haben Blutkrebs.“ Drei Worte, die in Deutschland alle 15 Minuten ein Leben verändern.

Die OP-Reinigungskraft feiert im Januar ihr zehnjähriges Jubiläum als Mitarbeitende im knappschaftlichen Klinikverbund – nun ist sie selbst Patientin. „Gerade jetzt in der Pandemiezeit ist es hart, vier Wochen ohne Besuch im Krankenhaus zu liegen. Die Chemotherapie ist kräfteraubend, aber ich habe ein Ziel vor Augen: Weiterleben.“ Sandra Zegula will schnellstmöglich wieder arbeiten. Sie vermisst ihre Kollegen, das Team. „Bis zur Rente habe ich ja noch etwas Zeit“, scherzt sie.

Ob Paulina ihren zehnten Geburtstag erleben wird, hängt von einer passenden Stammzellspende und einer Therapie ab. Das Mädchen ist 15 Monate alt und leidet an einer seltenen Stoffwechselerkrankung. Ihre Mutter ist Psychotherapeutin im Klinikum Westfalen.

Für die Typisierung müssen die Mitarbeitenden lediglich auf der Webseite der DKMS ein kostenloses Testkit nach Hause bestellen, einen Wangenabstrich vornehmen und zurücksenden – fertig.

Sandra Zegula blickt positiv in die Zukunft: „Nächstes Jahr zu dieser Zeit wird alles wieder gut!“ Damit dieser Wunsch auch für andere Betroffene, für die die OP-Reinigungskraft hier stellvertretend steht, in Erfüllung geht, ist Solidarität gefragt! Stäbchen rein – Spender sein!

Die Knappschaft Kliniken GmbH steuert die sieben Krankenhausverbünde, an denen die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (DRV KBS) zu mindestens 50 Prozent beteiligt ist. Im Verbund aller Knappschaftskliniken werden jährlich fast 680.000 Patientinnen und Patienten versorgt. Dadurch entsteht ein Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro.

Als Tochtergesellschaft der DRV KBS ist die Knappschaft Kliniken GmbH Teil eines einzigartigen Verbundsystems. Zu diesem gehören neben der Minijob-Zentrale auch die Rentenversicherung, die Renten-Zusatzversicherung, die Kranken- und Pflegeversicherung KNAPPSCHAFT, ein eigenes medizinisches Kompetenznetz sowie die Seemannskasse.

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