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Gertrudis-Hospital: Geballte chirurgische Kompetenz seit einem Vierteljahrhundert

Chefärztin und Oberarzt operieren seit 25 Jahren auf höchstem Niveau

KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH am 01.04.21

(von lks.): Freuen sich über das Jubiläum: Bernhard Möller, kaufmännischer Betriebsleiter; Dr. Christian Mann, Dr. Elisabeth Winkelmann, Hermann-Josef Winkelmann; Ulrich Jansen, Pflegedirektor. Foto Credit: Günter Schmidt

Doppelte Freude im Westerholter Krankenhaus: Am 1. April feierte die Chefärztin Dr. Elisabeth Winkelmann der chirurgischen Abteilung und mittlerweile auch Ärztliche Direktorin am Westerholter Gertrudis-Hospital gemeinsam mit ihrem Bruder und leitenden Oberarzt, Hermann-Josef Winkelmann, ihr 25-jähriges Jubiläum. Sie verbindet eine langjährige medizinische Geschichte.

Der Wunsch zu helfen bestand schon immer

Den Wunsch zu helfen hat Dr. Elisabeth Winkelmann als ältestes Mädchen von sechs Kindern eigentlich immer gehabt. Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern packten die Kinder schon sehr früh mit Fleiß und Ausdauer an und lernten Verantwortung zu übernehmen. Für den ärztlichen Beruf waren diese Grundlagen sehr wichtig. Im Frühjahr 1996 kamen Dr. Elisabeth und Hermann-Josef Winkelmann als ausgebildete Chirurgen in das Gertrudis-Hopital Westerholt.

Winkelmanns brachen eine Lanze für die minimalinvasive Chirurgie

Dr. Elisabeth Winkelmann war überzeugt vom Benefit für die Patienten und Operateure durch die minimalinvasive Chirurgie: Schon während ihrer Fachausbildung in der Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie der Uniklinik Bergmannsheil in Bochum schlich sie sich, wann immer es möglich war, in den OP, um die Schlüssellochtechnik kennenzulernen – selbst wenn sie dienstfrei hatte. Mit möglichst kleinen Schnitten ein Leiden operativ zu behandeln, selbst große Eingriffe im Bauchraum, das war lange Zeit ein Traum. Denn durch die innovative Technik verringerten sich Operationstraumata und -risiken. Die Patienten hatten weniger Schmerzen, weniger Blutverlust, erholten sich viel schneller und konnten das Krankenhaus früher verlassen. Als Chirurg bot sich zusätzlich eine bessere Einsicht ins Operationsgebiet und so konnten manches Mal weitere Schädigungen oder Organveränderungen frühzeitig entdeckt werden.

Pionierarbeit bei Gallenblasen-Operationen

Im St. Hedwig-Hospital in Gelsenkirchen-Resse, in dem die Geschwister Winkelmann bis 1996 tätig waren, wurde die minimalinvsive Chirurgie zuerst bei Gallenblasen-Operationen geschultert. Der heute 55-jährige Hermann-Josef Winkelmann, damals dort Assistenzarzt, leistete regelrecht Pionierarbeit und entwickelte die chirurgische Technik aktiv mit. Als das Haus schließen sollte, wechselten die Winkelmanns nach Westerholt. Die laparaskopische Chirurgie ist dort heute bei vielen Eingriffen die Standarttherapie geworden.

Leuchtturm der chirurgischen Abteilung: Behandlung von Sodbrennen und Zwerchfellbrüchen

Hermann-Josef Winkelmann hat sich seit vielen Jahren auf die operative Behandlung des Sodbrennens und operative Therapie des Zwerchfellbruchs spezialisiert. Seit Jahren steht das Team des Gertrudis-Hospitals Westerholt bei der Diagnostik und Behandlung von Zwerchfellbrüchen bundesweit mit an der Spitze, laut Statistik der „Weißen Liste“ – ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Schaut man auf die nackten Zahlen, werden in Westerholt neben den allgemeinchirurgischen Eingriffen jährlich bis zu 250 Zwerchfellbruch-Operationen geschultert. Viele weitere Patienten mit Sodbrennen und Schluckstörungen werden in enger Zusammenarbeit mit der Inneren Abteilung diagnostiziert und beraten.

Generalisten von Kind bis Senior, von Kopf bis Fuß

Doch Spezialistentum ist den beiden Ärzten nicht nur wichtig: ,,Wir sind alle Generalisten mit einer breiten Ausbildung in der Allgemein- und Viszeral- sowie in der Unfallchirurgie. Wir behandeln Erkrankungen und Verletzungen vom Kind bis zum Senior, von Kopf bis Fuß“, betont seine Schwester Dr. Elisabeth Winkelmann.

Dritter im Bunde: Dr. Christian Mann feiert 20-jähriges Jubiläum

Und wenn sie „alle“ sagt, dann meint sie damit auch den 64-jährigen Dr. Christian Mann. Den Dritten im Bunde, der nun auf sein 20-jähriges Jubiläum in Westerholt zurückblicken kann und bei Unfällen längst als Erster gefragt ist, egal ob bei der Behandlung eines Oberschenkelhalsbruches, einer Kniespiegelung, bei Ellenbogen- oder Handbrüchen sowie beim Einsatz von Hüftprothesen. Und ganz nebenbei beherrscht er auch die Bauchchirurgie.

Herzliche, familiäre Atmosphäre bis heute Vorteil des kleinen Hauses

Dass gleich drei chirurgische Generalisten im Gertrudis-Hospital erfolgreich tätig sind, ist ebenso ein Geschenk für Dr. Elisabeth Winkelmann wie die Herzlichkeit und die familiäre Atmosphäre. Doch diese Vorteile eines kleinen Hauses sind gefährdet. Vor 25 Jahren sollte das Gertrudis-Hospital bereits geschlossen werden. Zu teuer sei der Unterhalt eines kleinen Hauses. Doch der Verbund der KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH fing dies auf, teilte die Betriebskosten auf vier Häuser auf. „Wir sind glücklich, dass wir weiterhin für unsere Patienten da sein dürfen und möchten noch über viele Jahre hinaus für sie zentraler Ansprechpartner in Sachen Gesundheit in Westerholt sein.“ Weitere Infos finden Interessierte auf der Homepage des Klinikverbundes unter www.kkrn.de sowie auf dem krankenhauseigenen Facebook- und Instagram-Kanal.

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