Wir können Gesundheit

Intensivstationen werden erneut als angehörigenfreundlich zertifiziert

Angehörige in den Genesungsprozess einbinden

Klinikum Dortmund gGmbH am 26.08.21

Beistand, Wärme und ein vertrautes Gefühl: All das können Angehörige den Patient:innen auf einer Intensivstation geben. Aus diesem Grund werden die Bezugspersonen der Patient:innen in den Krankenhausprozess zuneh-mend mit eingebunden. Von den Intensivstationen im Klinikum Dortmund wird dies schon seit langem umgesetzt. Drei Stationen wurden deswegen nun erneut mit dem Zertifikat „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ von der Stiftung Pflege e.V. ausgezeichnet. „Liegt ein Patient auf der Intensiv-station, ist es für alle Beteiligten eine sehr belastende und komplett neue Situation“, sagt Andrea Besendorfer, Pflegewissenschaftlerin im Klinikum Dortmund. „Umso wichtiger ist es, die Angehörigen mit einzubeziehen, denn auch sie tragen zur Genesung bei.“

(v.l.n.r.): Christian Scholke (Stationsleitung A12), Andrea Besendorfer (Pflegewissenschaftlerin im Klinikum Dortmund), Anke Hukriede (Stationsleitung A11).

Haben Angehörige regelmäßig die Möglichkeit, die Patient:innen auf der Intensivstation zu besuchen, hat das doppelt positive Auswirkungen: Zum einen kann auf das Bedürfnis der vertrauten Personen eingegangen werden, für die Erkrankten da zu sein, zum anderen haben die Patient:innen Menschen an der Seite, die sie kennen und die emotionalen Beistand leisten können. „Selbst, wenn die Angehö-rigen nur die Hand der Patienten halten, hilft das sehr. So können sie zeigen, dass in der ungewohnten Umgebung ein gewohntes Gesicht da ist und sie nicht alleine sind. Das wirkt direkt beruhigend“, so Besendorfer. „Deswegen werden Angehörige bei uns vom ersten Tag an aktiv mit eingebunden – denn sie sind eine große Unterstützung für die Patienten.“

Aufgrund der Corona-Pandemie sind Besuche in Krankenhäusern zeitweise eingeschränkt und z.B. nur zu bestimmten Zeiten möglich. Im Klinikum gelten u.a. für spezielle Fälle auf den Intensivstationen jedoch Ausnahmen. „Unter anderem bei kritischen Verläufen oder auch bei palliativen Patienten können die Angehörigen auch darüber hinaus auf die Intensivstation und den Patienten besuchen. Natürlich unter den zu beachteten Hygieneauflagen und Corona-Richtlinien“, so Besendorfer. „In einer solchen Situation sollte niemand alleine sein. Das ist uns ganz wichtig.“

Schon seit rund 10 Jahren verleiht die Stiftung Pflege e.V. die Zertifikate an In-tensivstationen in Deutschland und möchte Kliniken dadurch ermutigen, die Angehörigen noch stärker in den Krankenhausalltag zu integrieren. Das Zertifikat gilt insgesamt für drei Jahre. Dann wird erneut analysiert, ob und in welchem Maße die Angehörigen auf den Stationen willkommen sind und aktiv mit einbezogen werden. Im Klinikum Dortmund dürfen sich jetzt die chirurgische Intensivstation (A11), die neurologische Intensivstation (A12) sowie die Schlaganfall-Station (A12s), auch Stroke Unit genannt, über die Verlängerung des Zertifikats freuen.

Gesundheitsmetropole Ruhr

© 2021 MedEcon Ruhr - Netzwerk der Gesundheitswirtschaft an der Ruhr

  • 108 Queries
  • 0,794 Seconds
  • Page ID: 11742
  • Template: single.php
Wir können Gesundheit
MedEcon Ruhr