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Lösungen für den Fachkräftemangel in der Gesundheitsbranche

maxQ. qualifiziert ausländische Pflegekräfte

maxQ. im bfw - Unternehmen für Bildung. am 2. Dezember 2022

Aufgrund des sich immer deutlicher abzeichnenden Fachkräftemangels ist in den vergangenen Jahren das Interesse an internationalen Ärzten und Pflegepersonal beträchtlich gestiegen. Weil die Bevölkerung altert, steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen: Laut Statistischem Bundesamt waren in Deutschland 2019 etwa 4,2 Millionen Menschen pflegebedürftig. Bis Mitte der 2040er Jahre wird die Zahl darauf beruhenden Schätzungen zufolge auf mehr als 6 Millionen steigen. Der Bedarf kann allein durch innerdeutsches Fachpersonal nicht gedeckt werden. Die Anwerbung von ausländischen Pflegekräften ist unerlässlich, um die zukünftige Versorgung von allen Pflegebedürftigen zu sichern.

Die Politik setzt unter anderem auf die Gewinnung von Fachpflegepersonal durch Zuwanderung. Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern müssen ihren Abschluss in Deutschland anerkennen lassen. Zur Integration von ausländischen Fachkräften hat der Bildungsanbieter maxQ. im bfw – Unternehmen für Bildung deshalb Serviceteams etabliert, welche sowohl die Unternehmen als auch die Fachkräfte in allen Punkten der Anerkennung des ausländischen Abschlusses begleiten: Von der Beratung und Kommunikation mit den zuständigen Behörden, über die Durchführung von Vorbereitungskursen, bis hin zur zeitnahen Anmeldung zu den notwendigen Prüfungen bei den Verwaltungsstellen.

Seit Sommer 2021 haben allein in Nordrhein-Westfalen 6166 ausländische Fachkräfte einen Antrag auf Anerkennung ihrer Ausbildung in Pflege- und Gesundheitsberufen gestellt. Dies teilte das nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hin mit. Über einen Defizitbescheid wird jedem Antragssteller individuell mitgeteilt, wie fehlende Kenntnisse ausgeglichen werden können. Die internationalen Fachkräfte haben die Wahl zwischen einem Anpassungslehrgang oder einer Kenntnisprüfung. Für diese Prüfung hat maxQ. einen Vorbereitungskurs entwickelt, der an sieben Standorten bundesweit angeboten wird. „Durch den Kurs ermöglichen wir den ausländischen Fachkräften, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu einer beruflichen Handlungskompetenz zu bündeln und im weiteren Berufsalltag einzusetzen“, erklärt die zuständige maxQ. Fachbereichsleitung Christiane Hernandez. Der Kurs teilt sich in theoretische und praktische Blöcke. Die Praxiseinsätze werden bei den jeweiligen Arbeitgebern der Teilnehmenden absolviert und ermöglichen den Fachkräften, das neue Wissen anzuwenden, die bisher nicht bekannten pflegerischen Tätigkeiten auszuführen und noch mehr sprachliche Sicherheit zu erwerben. „Fachlich sind die Teilnehmenden top ausgebildet, aber es fehlt natürlich an Wissen zur deutschen Rechtskunde, institutionellen Rahmenbedingungen, Medizinprodukten und Behandlungsmethoden sowie der deutschen Umgangssprache für den Klinikalltag“, berichtet Alexandra Wichmann, Leiterin der maxQ. Fachakademie in Bochum.

Die maxQ. Geschäftsbereichsleiterin Silvia Marienfeld ist mit der Entwicklung sehr zufrieden: „Es ist ein Erfolg für alle Beteiligten: Sowohl für die ausländischen Fachkräfte, die Unternehmen und Einrichtungen der Gesundheitsbranche, als auch für uns als Bildungsanbieter.“

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