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Forschungsgruppe untersucht Online-Spielsucht und Internetpornografie

LWL-Universitätsklinikum Bochum ist mit Teilprojekt vertreten

LWL-Universitätsklinikum Bochum am 26. März 2024

Verhaltenssüchte, wie sie bei ungesunder und exzessiver Nutzung von Computerspielen, Shopping, Internetpornografie und Sozialen Medien auftreten, nehmen seit vielen Jahren zu. Über 500.000 Menschen in Deutschland sind von einer solchen Internetnutzungsstörung betroffen. Zu Auswirkungen, Ursachen und Verhalten besteht nach wie vor noch viel Forschungsbedarf. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat nun die Förderung der transregionalen Forschungsgruppe* zu Verhaltenssüchten, die erstmals 2021 an den Start ging, um weitere drei Jahre verlängert und mit weiteren 5 Millionen Euro ausgestattet.

Prof. Dr. Martin Diers, zuständig für die Klinische und Experimentelle Verhaltensmedizin in der LWL-Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum, betreibt Grundlagenforschung zu psychosomatischen Erkrankungen wie Essstörungen. (Bildquelle: LWL-Universitätsklinikum Bochum/Dietmar Wäsche)

Unter Leitung der Universität Duisburg-Essen arbeiten in der Forschungsgruppe Teams von sechs weiteren Universitäten Deutschlands (Bochum, Bamberg, Gießen, Mainz, Lübeck und Hannover) in verschiedenen Teilprojekten daran, die zugrundeliegenden psychologischen und neurobiologischen Prozesse von Internetnutzungsstörungen zu untersuchen.

Das Wissenschaftler-Team um Prof. Dr. Martin Diers, Abteilung Klinische und Experimentelle Verhaltensmedizin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (RUB), konzentriert sich in einem Teilprojekt gemeinsam mit Dr. Stephanie Antons (Uni Duisburg-Essen) und Prof. Dr. Oliver Wolf (RUB-Forschungsabteilung Kognitionspsychologie) vor allem darauf, ob Reaktionen auf Reize immer automatischer bei der Computerspiel- oder Pornografie-Sucht ablaufen und ob Stress hier eine Auswirkung hat. „Die Reiz-Reaktivität ist eine gelernte physiologische, emotionale und kognitive Antwort auf suchtbezogene Reize“, erklärt Forschungsleiter Prof. Dr. Martin Diers. „Unser Anliegen ist es herauszufinden, ob übermäßiger Konsum von Computerspielen und Pornografie zu einer Veränderung der Gehirnfunktionen und von Verhaltensweisen führt.“

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