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Maßnahmen gegen Gewalt auf dem Deutschen Ärztetag vorgestellt

BGW - Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege am 7. Mai 2024

Verbale oder gar körperliche Übergriffe auf medizinisches und pflegerisches Personal sind keine Seltenheit und treffen auch Ärztinnen und Ärzte. Es liegt in der Verantwortung des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin, Gefährdungen vorzubeugen und Beschäftigten beizustehen. Unterstützung beim systematischen Umgang mit Gewalt gibt es von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).

Gewalt angehen – auch ein Thema für Ärztinnen und Ärzte

Mit der Kampagne #GewaltAngehen macht die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) aktuell auf die zunehmende Gewalt gegenüber Rettungs- und Einsatzkräften aufmerksam. Doch Gewalt ist nicht auf Rettungswagen begrenzt, sie macht nicht an der Kliniktür halt und kann sich auch gegen Ärztinnen und Ärzte richten. Besonders häufig betroffen ist das Personal von Notaufnahmen. Ebenso berichten niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, dass die Stimmung im Warte- und Sprechzimmer zunehmend angespannter ist.

Wie in einer Einrichtung mit Gewalt umgegangen wird, hängt entscheidend von der Unternehmensführung und den Führungskräften ab. Präventive Maßnahmen stärken das Sicherheitsgefühl am Arbeitsplatz und tragen dazu bei, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut auf Gewaltvorfälle vorbereitet fühlen. Unterstützen können Betriebe ihre Beschäftigten, indem sie Präventionsmaßnahmen umsetzen und diese beim Personal bekannt machen

Organisationsberatung und Handlungshilfen

Was können Betriebe tun, um Risiken zu minimieren? Bauliche und technische Maßnahmen wie geschützte Bereiche, Fluchtwege und Notrufsysteme schaffen mehr Sicherheit für Mitarbeitende. Darüber hinaus können Unternehmen beispielsweise Deeskalationstrainings anbieten und Notfallpläne für kritische Vorfälle sowie Angebote zur Nachsorge vorhalten.

Handlungshilfen und weitere Angebote der BGW unterstützen dabei, eine Strategie zur Gewaltprävention und Nachsorge zu entwickeln und umzusetzen:

  • Organisationsberatung zum Umgang mit Gewalt und Aggression
  • Fortbildungen für Führungskräfte
  • Qualifizierung von innerbetrieblichen Deeskalationstrainerinnen und -trainern
  • Qualifizierung von kollegialen Erstbetreuerinnen und -betreuern
  • Analysetools zur Arbeitssituation und psychischer Belastung
  • Beratungs- und Betreuungsangebote für Betroffene wie telefonisch-psychologische Beratung nach traumatischen Vorfällen

Auf www.bgw-online.de/gewalt stehen Informationen über die genannten Angebote bereit. Dort erhalten Unternehmensleitungen auch praktische Tipps, wie Betroffenen nach einem Gewaltereignis geholfen werden kann und wann ein Vorfall als Arbeitsunfall an die BGW gemeldet werden sollte.

BGW forum kompakt auf dem Ärztetag

Auf dem Deutschen Ärztetag ist die BGW vor Ort und stellt ihre Angebote zur Gewaltprävention vor. Im Rahmen des BGW forums kompakt am 8. Mai von 12.30-14.00 Uhr steht außerdem das Thema „Unterstützung bei Langzeitfolgen von Covid-19“ im Fokus.

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