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Gesucht: Gesunde Frauen für laufende Fibromyalgie-Schmerzstudie

Teilnehmende erhalten eine Aufwandsentschädigung

LWL-Universitätsklinikum Bochum am 23. September 2026

Die LWL-Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ist seit vielen Jahren spezialisiert auf die Schmerzforschung. Eine aktuelle Studie untersucht, wie die positive Wirkung von Placebos, das heißt Medikamenten ohne tatsächlichen Wirkstoff, zu erklären ist. Hierfür sammelt das Forschungssteam um Prof. Martin Diers, Abteilung Klinische und Experimentelle Verhaltensmedizin, Vergleichsdaten von Fibromyalgie-erkrankten Frauen sowie von gesunden Personen. Zum Abschluss der Studie werden noch gesunde Frauen gesucht.

Suchen gesunde Frauen für die Fibromyalgie-Studie: Prof. Martin Diers (rechts) und M.Sc. Benjamin Mosch.
Bild: LWL/Dietmar Wäsche

„Für ein valides und zuverlässiges Forschungsergebnis benötigen wir die Teilnahme und Unterstützung von gesunden Probandinnen“, erklärt Prof. Martin Diers. „Sie sind eine wichtige Vergleichsgruppe, um zum Beispiel die Wirkung von Medikamenten, ihre Sicherheit und Verträglichkeit zu verstehen, zu überprüfen und das Einsatzrisiko abzuschätzen. Das Gleiche gilt eben auch für die Wirksamkeit von Placebos.“

So können Placebos im Allgemeinen sehr günstige Auswirkungen auf verschiedene Erkrankungen haben, u.a. bei chronischen Schmerzen. Es wurde festgestellt, dass diese positiven Effekte auch dann auftreten, wenn die betroffene Person weiß, dass es sich beim eingesetzten Medikament um ein Placebo handelt, d.h. wenn eine sogenannte offene Placebo-Gabe oder auch Open-Label-Placebo-Behandlung (OLP) erfolgt. Prof. Diers und sein Forschungsteam möchten mit ihren Untersuchungen nun dazu beitragen, die Entstehung, Aufrechterhaltung und Therapie von chronischen Schmerzen am Beispiel des Fibromyalgie-Syndroms (FMS) besser zu erfassen. Untersuchungsverfahren der Hirnbildgebung (funktionelle Magnetresonanztomographie, fMRT) und der Verhaltensforschung machen es möglich, mehr über die Verarbeitung unangenehmer Sinneseindrücke, z.B. in Form eines dosierten Hitzeschmerzes, und den Einfluss einer Placebo-Behandlung zu erfahren.

Psychisch und körperlich Gesunde sind nun eingeladen, sich als Kontrollpersonen für diese und eine Reihe anderer Untersuchungen der Arbeitsgruppe anzumelden. Interessierte sollten sich bereit fühlen, Fragebögen auszufüllen und, je nach Studie, bei verschiedenen Tests am Tablet, Computer oder im MRT mitzumachen. Die Teilnehmenden erhalten eine Aufwandsentschädigung von 120 Euro.

Ansprechpartner ist Studienleiter Benjamin Mosch. Gesunde Personen können sich mit dem Stichwort „Gesunder Proband Forschung“ bei ihm melden, um sich über die genauen Forschungsinhalte zu informieren.

Kontakt

Benjamin Mosch

Tel. 0234 509-59020

E-Mail: verhaltensmedizin@rub.de

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