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MediTALK im Klinikum zu urologischen Krebstherapien

Lebenserwartung und Lebensqualität erhöhen

Klinikum Dortmund am 11. September 2026

Prof. Dr. Michael Truß hatte bei seinem mediTALK-Vortrag am Mittwochabend (9.9.) in der Magistrale des Klinikums Dortmund vor allem eines mitgebracht: Hoffnung. Denn in seinem Vortrag „Was gibt es Neues zu urologischen Krebstherapien?“ stellte der Klinikdirektor der Urologie die Fortschritte in Forschung und Behandlung heraus.

Nachdem es über Jahrzehnte kaum Entwicklung gab, konnte die Prognose der betroffenen Patientinnen und Patienten bei vielen urologischen Tumorarten über die vergangenen Jahre deutlich verbessert werden. „Über alle Stadien hat Hodenkrebs mittlerweile eine Heilungschance von 98 Prozent. Das ist eine unglaubliche Erfolgsstory in der urologischen Onkologie“, nannte der Experte ein Beispiel.

Prof. Truß machte beim gut besuchten mediTALK aber auch die Einschränkung: „Nicht in allen Fällen ist eine Heilung möglich. Dann geht es darum, eine akute Erkrankung zu chronifizieren und so die Lebenserwartung und Lebensqualität der Betroffenen deutlich zu erhöhen.“ Dort seien durch neue Kombinationstherapien bei der Behandlung von Prostatakrebs und die Entwicklung neuer Präparate deutliche Fortschritte gemacht worden.

Insgesamt seien die Entwicklungen auf allen Ebenen und in allen Stadien der Tumorbekämpfung enorm, sagte der Urologe – sowohl bei der Diagnostik, die durch PET/CT deutlich genauer geworden ist, als auch bei der Behandlung bösartiger Tumoren. Bestrahlungen können mittlerweile deutlich gezielter am Tumor eingesetzt werden. Auch Chemotherapien lassen sich durch neue Wirkstoffe und Behandlungskonzepte gezielter einsetzen.

Auch operative Verfahren haben sich weiterentwickelt. Roboterassistierte Systeme ermöglichen minimalinvasive Operationen, bei denen Tumoren präzise entfernt werden können. Zudem werden Krebserkrankungen viel ganzheitlicher betrachtet und individualisiert behandelt. Am Klinikum werden die Behandlungsmöglichkeiten in interdisziplinären Fallkonferenzen gemeinsam besprochen und die Therapie für die Betroffenen abgestimmt.

Hoffnung machen zudem aktuelle Studien zu personalisierten mRNA-Impfstoffen gegen schwarzen Hautkrebs. „Das ist auch für andere Tumorarten nicht weniger als revolutionär“, sagte Prof. Truß. Er ist sich sicher: Die nächsten Jahre werden noch weiteren medizinischen Fortschritt bringen, wichtig sei aber auch, was jeder Einzeln tue. „Gehen Sie zur Vorsorge“, riet der Experte.

Interessierte können den Vortrag auf dem YouTube-Kanal des Klinikums nachschauen. Betroffene finden Hilfe unter anderem in der Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Dortmund (www.prostata-dortmund-shg.de) sowie der Blasenkrebs Selbsthilfegruppe Dortmund (www.shg-blasenkrebs-do.de).

 

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